Düsseldorf, 11. September 2009
Das Pretty Vacant ist im wahrsten Sinne des Wortes ein sehr cooler Laden, tagsüber ein Klamottenladen, abends eine Bar in deren Keller Konzerte stattfinden.
Einlass sollte um Uhr sein um 19:00 Uhr sein hatten wir irgendwo gelesen. Das war zwar eine krasse Fehlinformation wie wir unschwer am noch offenen Klamottenladen erkennen konnten, aber in der Düsseldorfer Altstadt läuft man nicht wirklich Gefahr, dass einem langweilig wird. Also erstmal lecker gegessen, dann ein paar Altbier und im Anschluss ein paar Guinness rein gedrückt und gegen 20:30 Uhr zurück zum Club.
Der war zwar immer noch nicht offen, kleine Grüppchen von wartenden Leuten ließ aber darauf schließen, dass es bald soweit sein würde. Kurze Zeit später gesellte sich auch Stef mit auf die Straße und wir hatten Gelegenheit uns mit ihm über Gott und die Welt zu unterhalten. Ein wirklich netter Mensch, mit einem sehr charmanten Dubliner Akzent. Ihn kennen zu lernen war fast schon alleine den Ausflug nach Düsseldorf wert. Es wurde immer später und wir hatten an der äußerst gemütlichen Bar des Pretty Vacants Gelegenheit unsere Unterhaltung fortzusetzen bevor, ich glaube so gegen 22:15 Uhr, die Vorgruppe begann.
Bei der Vorgruppe muss ich mich fast ein bisschen entschuldigen. Es ist eigentlich nicht meine Art Vorbands zu ignorieren. Diesmal kann ich aber leider gar nichts zum Opener sagen. Geschuldet den vielen Bierchen zuvor und der, wie schon erwähnt, sehr gemütlichen Bar des Pretty Vacants haben wir einfach die Theke dem Keller vorgezogen. Sorry! Vielleicht können haben wir irgendwann noch mal Gelegenheit das Versäumte nachzuholen.
Jetzt aber endlich zum eigentlichen Konzert:
Als Stef die Bühne betrat hatten sich im Club immerhin 30 bis 40 Personen eingefunden. Eine ziemlich große Zahl, wenn man bedenkt, dass Stef in Deutschland noch nicht wirklich bekannt ist und es seine erste Solo-Tour durch Deutschland ist.
Los ging es mit O’ Dwyers Opera. Obwohl ich The Mighty Stef ja schon von seinen CDs her kannte wurde mir nun erst so richtig klar woher er seinen Namen hat. Seine Stimme ist wirklich mächtig! Von Beginn an schaffte er es das ganze Kellergewölbe mit seinem Gesang auszufüllen und alle Anwesenden für sich einzunehmen.
Stefs Songs sind schwer in eine bestimmte Musikrichtung einzuordnen. Folk, Rock und Punk vermischen sich und bilden mit seinen starken Texten, die direkt aus dem irischen Alltag gegriffen zu sein scheinen etwas ganz eigenes. So haben mich zum Beispiel Safe at Home und Thank Christ for the Kids sehr an die modernen Klassiker der irischen Literatur wie „The Mammy“ von Brendan O`Carroll und an diverse Bücher von Peter Sheridan erinnert.
Die Show hat leider nur eine gute Stunde gedauert und fand mit Sunshine Serenade, einem wirklich wunderschönen Titel, ein viel zu frühes Ende.
Geblieben ist die Faszination wie ein einzelner Mann nur mit seiner Akustik-Gitarre und seiner gewaltigen Stimme ein Publikum (oder jedenfalls mich) so sehr beeindrucken kann und die nach dem Konzert erworbene EP „DEATH THREATS“ die seit Samstag in Dauer Rotation auf meinem Ipod läuft.
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