Studioreport – The Ceili Family (Update Tag 8 bis 10)

Veröffentlicht von wittmaso am 16. September 2009

Studio_8_bis_10Auf 2009 kann sich die Ceili Family wirklich freuen. Es hat sich viel getan. Aus dem Irish-Folk-Trio, das „vom Blatt“ die Lieder anderer spielt ist in den letzten 13 Jahren eine Szenegröße mit eigenem, unverwechselbarem Stil geworden. Die Ceili Family ist mittlerweile zu sechst.

Akkordeon, Geige, und Mandoline sorgen für den irischen Sound – Gitarre, Bass, Schlagzeug dafür, dass es auch kracht.

Nach ihrem letztem Album “tooraloo“, deren Veröffentlichung nun auch schon ein paar Jahre zurück liegt, befinden sich die Jungs von der The Ceili Family nun endlich wieder im Studio um einen neuen Longplayer aufzunehmen. Auf www.celtic-rock.de gewähren uns die Jungs einen kleinen Einblick in den anstrengenden Studioalltag.

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Tag 8 bis 10
(Text und Fotos: Robin Hiemer (The Ceili Family)

Studio 8 bis 10Es geht langsam in den Endspurt, was das Aufnehmen angeht. Bis überhaupt ans Mastern und näher rückende Record Release-Festivitäten zu denken ist. Noch viele Akustik-Gitarren-Takes zu spielen. Zusätzliche Gesänge. Akkordeon. Nochmal andere Gesänge. Alles wieder und wieder hören. Zwischen verschiedenen Versionen entscheiden. Anfang Oktober kommt der Rest in den Kasten. Vorher geht’s mit den Porters in die Pelmke. Außerdem: Gedanken über Tracklisting, CD-Namen und daraus resultierende Cover-Ideen machen. Alles schon sehr schön. Langsam, aber sicher konkretisiert sich unser Baby. Die erste Ceili-CD – ausschließlich mit eigenen Stücken. Unser Soll quasi übererfüllt. Denn der Reviewer von Shite’n’Onions hatte 2006 zur EP „tooraloo“ geschrieben: „Die Jungs aus Deutschland haben mit „Fall Face First“ ein geiles eigenes Stück und ansonsten fünf Covers abgeliefert. Bei der nächsten CD sollte das Verhältnis anders rum sein.“ Das hätten wir schon mal im Sack ! Weltbeherrschung kriegen wir damit auch noch hin !


Tag 7
(Text und Fotos: Robin Hiemer (The Ceili Family)

The_Ceili_Family_Studio_24Squeeze Box-Tag. Salzer zum Rapport. Die Spuren von unserem Space-Fiddler nachspielen, umgarnen, ergänzen, in Grund und Boden rocken. Darüber hinaus singen, was die Bänder hergeben. Das eine oder andere Arrangement wird komplett runderneuert. Der Tag wird lang und länger. Einmal mehr macht sich das bezahlt. Und so soll es ja auch sein!


Tag 6
(Text und Fotos: Robin Hiemer (The Ceili Family)

Studio_06Erik, der Wikinger muss mit seiner „Stradivari“ ran. Und gibt Gas. „Nachdem wir ‚Life is getting shorter” total auseinander genommen haben, um es anschließend neu zusammenzusetzen, ist ‚Win the lottery’ als nächstes Stück ein klassischer “first take”. Geige ist echt ´ne ganz schön harte Nuss, zum Glück kommt Akkordeon-Kollege Salzer zeitweise zum mentalen Händchenhalten und zur moralischen Unterstützung. Gegen Abend kurze Pause. Ein Schlagzeugschüler übt in unserm Studio sein goldenes Handwerk. Ab in die „Weltstadt Hohenlimburg City“ zum Friseur: “sahin hair studio”. Eine ganz große Nummer. Von 6 (?!) Friseuren im beschaulichen, kleinen Hohenlimburg sei er der einzige Türke, die anderen seien alles Griechen. Daraufhin erzähle ich ihm einfach mal NICHT, dass ich tags drauf nach Griechenland fliege… Mit kurzem Haar noch die letzten Takes von „Rise and fall“ eingegeigt. Neue Frisur, neuer Song. Liebe Bandkollegen, Ihr werdet ihn nicht wiedererkennen. Ich hab keine schuld, Ihr ward ja nicht da……“


Tag 5
(Text und Fotos: Robin Hiemer (The Ceili Family)

t5„Robin-Tag“. Der Funkfuzzi muss wieder in den Äther. Daher muss er heute alles geben, was er zu geben bereit ist. Seine legasthenischen Gitarrenkünste und sein Stimmchen. Auf geht’s. Geiler Sound für die rote halbakustische Gitarre. Und ran an die Stücke. Schmerzende Fingerkuppen, schwitzige Hände und 1a-Gitarrenparts sind die Folge der akribischen Akkord-Arbeit. Das gefällt schon sehr gut! Dann bekommen wir wieder einen Gast. John kommt aus dem schönen County Kerry und wohnt ganz in der Nähe der Ceili Family. Er ist so nett uns seine Stimme zu leihen. Sehr schönes Schmankerl! Cheers, „Patsy Dan“! Dann geht es an den Gesang. Nochmal ein Kraftakt – aber einmal mehr mit großem Ergebnis. Yes, we Ceili!!!


Tag 3 + 4
(Text und Fotos: Robin Hiemer (The Ceili Family)

t3+4Produktive, kreative Zeit…keine Frage! Anstrengend, aber unterm Strich lohnt es sich halt. Die Stücke bekommen so Eigenleben…zeigen, was sie sonst noch alles zu bieten haben. Super, was man beispielsweise beim Bass durch ein paar kleine Änderungen an der Spielweise an Druck erzeugen kann. Schon ein Unterschied zum Spielen im Proberaum oder auf der Bühne. Der Bass gibt so eine Menge Schub. Und sorgt an anderen Stellen einfach für die nötige Basis, auf die die anderen dann aufbauen können. Außerdem begrüßen wir einmal mehr den Flötenkönig aus dem Sauerland – Mr. Thomson Rünker – und seine Zauberflöte. Er besucht uns mit seiner sympathischen Missus im Studio und jammt mit uns ein bisschen in Sachen „Tory King“, bis wir auf Aufnahme drücken können. Die Tin Whistle unseres Lieblingskollegen veredelt das Stück ungemein. Richtig schön. Wird einer der Hits der CD noch ohne Namen. Wie dereinst „Jack’s heroes“ auf „tooraloo“. Chapeau, Herr Kollege! Muchas gracias! Wir freuen uns schon wieder auf das nächste, gemeinsame Konzert mit den Kings & Boozers. Der Band, mit der es am meisten Spaß macht. Kein klein-klein, keine Ego-Mätzchen. Einfach nur Bock auf die Musik. Beim nächsten Mal möglicherweise mit der Welturaufführung eines bierschwangeren Klassikers des Irish Folk in der gemeinsamen Zugabe. Noch ziemlich geheim und schnaps-idee-ig. Müssen wir noch dran rumüben. Tag 4 wird lang und länger. Nach noch ein bisschen Akustik-Geklampfe mit vielen guten Ideen für „Shitload“ lassen wir es gut sein und gehen noch auf ein-zwei-drei verspätete Bierchen und Long-Islands in die benachbarte Werkhof-Kneipe.


Tag 2
(Text und Fotos: Robin Hiemer (The Ceili Family)

Studio_01Ran an den Speck! Der Schmerz lässt weiter nach. Klick, Du kriegst uns nicht klein! Zwei Mid-Tempo-Stücke (St. Finian’s Bay, Lola, the dancer) sind schlagzeugtechnisch relativ fix im Kasten. Hoffentlich hört nie jemand die Gesangsspuren, die für die bessere Orientierung aufgenommen werden. Langsam zieht das Tempo an. Shitload, Win the lottery, Flip the coin, Screaming whore of the Sargasso Sea – am Ende steht Tempo 155 auf dem Tacho. Zwischendurch ein Plausch mit der örtlichen Presse und lecker Mittagsbuffet bei „Konfuzius Wok“. Jetzt muss unser Dompteur und Toningenieur Martin Werner etwas sortieren, editieren und den Kopf wieder freibekommen, bis es an die nächsten Instrumente geht. Bass, Akustikgitarre, Bratgitarre. Die Sache läuft. Der Weltbeherrschung wieder ein Stück nähergekommen. Cheers!


Tag 1
(Text und Fotos: Robin Hiemer (The Ceili Family)

Studio_02Rein ins Goldsoundstudio in Hagen. Ehemaliges Fernsehstudio im Gebäudekomplex des renommierten Live-Clubs Werkhof Hohenlimburg – wo Lady Godiva, In search of a rose,  Kings and Boozers und die Ceili Family als Lokalmatadore schon häufig gespielt haben. Schöner, großer Aufnahme-Raum. Super Akustik. Alles im Grunde fertig mikrofoniert. Spart Zeit und damit auch Geld. Trotzdem tut es einer passionierten Liveband wie uns mal wieder richtig weh, mit „Klick“ auf dem Ohr beim Aufnehmen der Basistracks das nötige Ceili-Feeling aufkommen zu lassen. Auf die CD sollen 8-10 Stücke. Noch eine Menge Arbeit. Die sich lohnen wird. Cheers!

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Dieser Artikel wurde am 16. September 2009 von wittmaso gepostet in den Kategorien Backstage, Dies und das. Du kannst die Reaktionen hierauf verfolgen: RSS 2.0 Feed.

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