VI Irish Folk Festival Volmarstein 2012
von kuec Das Festival in Volmarstein findet seit 2002 alle zwei Jahre statt. Es wird getragen von der Interessengemeinschaft Volmarsteiner Vereine, ist daher familienfreundlich angelegt und war zunächst für Tagesbesucher aus dem heimischen Raum gedacht. Es gibt jedoch auch Stammgäste, die regelmäßig aus größerer Entfernung anreisen. Daher wurde 2010 erstmals eine Campingmöglichkeit angeboten, die jedoch vom innerörtlichen Festivalgelände entfernt lag. Am 24./25.8.2012 bietet das Festival an der Burgruine über dem Ruhrtal wieder eine vielseitige, attraktive Musik-Zusammenstellung, wobei Programmgestalter Keith Bailey mit der Verpflichtung von Dougie MacLean aus Schottland ein echter Coup gelungen ist.
 Freitag:
Ten Pints After (D)
In Search of a Rose (D)
Samstag:
 The O’ Reillys (D)
The Brendan McCreanor Band (IRL/SCO)
 Nua (D)
Irish Rose (Slowakei)
FullSet (IRL)
Dougie MacLean (SCO)
Bachelors Walk (IRL/D)
Beide für den Freitag gebuchte Bands sind für starke live-Gigs bekannt und versprechen einen unterhaltsamen Abend, mal akustisch, mal elektrisch. Ten Pints After treten diesmal in ihrer Inkarnation als Trio auf. Paddy, Det und Jörn verbinden jahrelange Band-Erfahrung mit dem Charme des Ruhrgebiets, wie er hier durchkommt: „Ob die Entscheidung, die Band Ten Pints After zu gründen, wirklich nach zehn Guinness gefallen ist, kann heute niemand mehr mit Bestimmtheit sagen. Angeblich waren es noch einige Pints mehr – so viele, dass sogar ein ganzes Orchester dabei hätte herauskommen können… Das Ergebnis dieser bierseligen Idee sind mitreißende und kompromisslose, natürlich handgemachte Scottish & Irish Pub Songs – im traditionellen Stil von Bands wie z.B. : The Corries, The Dubliners und den Clancy Brothers.“
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Die Band um um unser Team-Mitglied Maze stellt sich selbst vor: „In Search Of A Rose kombinieren einen phantasievollen und abwechslungsreichen Stil mit Virtuosität und Humor, der für Irish Folk Rock-Fans ein absolutes Muss ist. Nicht nur der Vollständigkeit halber sollte man sie zum Kanon guter und professioneller deutscher Celtic Rock-Bands zählen, sondern auch wegen ihrer Kreativität und ihrem Hang zum Detail. Große Empfehlung für alle also, die zwischen gemäßigtem Punkrock bis hin zu Poprock auf solider Folkbasis mit Neigung zu liebevollen Verzierungen durch andere Musikstile zu haben sind. Gegründet 1992 in Lemgo, hat sich ISOAR schnell als feste Größe in der deutschen Folkrock-Szene etabliert. Als Vorbilder fungierten Bands wie The Pogues, The Levellers oder The Waterboys.“ Gegründet 1992 in Lemgo, hat sich ISOAR schnell als feste Größe in der deutschen Folkrock-Szene etabliert.
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Am frühen Samstag liegt der Schwerpunkt bei jungen Bands, die sich einen Namen machen wollen und dafür beste Voraussetzungen mitbringen. Das trifft auf den heimischen Nachwuchs, aber speziell für die aus Irland bzw. Schottland angereisten neu formierten Gruppen zu.
 Die O’Reilly-Brüder fragten 2010, ob sie nicht am Nachmittag vor dem „eigentlichen“ Programm spielen dürften. Die beiden jungen Lokalmatadoren versprühten gute Laune und kamen gut an. Für dieses Mal wurden sie nun offiziell mit ihrer neuen Band eingeladen. Wir haben mehrfach über Sean und Dwight und ihre Gruppe berichtet, die mit ihrem frechen Folkpunk auf dem Weg nach oben ist.
 Zu Nua zählen einige der talentiertesten jüngeren Leute der deutschen Irish Trad.-Szene: Mich Neumaier (Fiddle), Steffen Gabriel (Flute), Tobi Kurig (Blarge, d.h. große Bouzouki) und Michaela Grüß (Bodhran, Gesang). Sie verzichten auf ein zu großes Instrumentarium und jegliche Elektronik, experimentieren dafür aber mit alternativen Stimmungen, Tonarten und Rhythmen. Dadurch gelingt es ihnen, auf elegante Art und Weise die traditionelle irische Musik mit neuen Elementen der modernen Folkmusik zu verbinden.
Die Brendan McCreanor – Band besteht aus dem Namensgeber (Uilleann Pipes, Whistles, Gesang), Fiona Cuthill (Fiddle) und Stevie Lawrence (ak. Gitarre, Bouzouki). Brendan McCreanor hat bereits für die irische Präsidentin Mary McAleese, aber ebenso eine Menge Sessions in ganz Irland und auf dem Kontinent gespielt. Er erwarb am Dundalk Institute of Technology einen Abschluss im Fach Musik. Stevie und Fiona kommen aus Schottland. Sie haben in den letzten 15 Jahren gemeinsam in diversen Folkbands gespielt und sind auch als Duo aufgetreten. Das Trio ist erst seit 2010 zusammen und trat bereits sehr erfolgreich beim Glasgower Festival Celtic Connections auf.
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Irish Rose wurde im Sommer 2003 in der Slowakei von zwei Irish Folk-Fans gegründet. Das Repertoire an Songs und Tanzmelodien stammt hauptsächlich aus Irland und Schottland. Zunächst wurde auf englisch, später aber auch in den authentischen Sprachen gesungen. Mit der Zahl der Konzerte entwickelte sich der eigene Sound. Inzwischen hat das Quintett auch eigene Stücke im Programm, die von keltischen Melodien und Rhythmen inspiriert sind. Seit ihrer Gründung 2003 haben sie auf keltischen, Country-, Folk- oder Weltmusikfestivals in der Slowakei, Tschechien und Polen gespielt. Die Besetzung umfasst Violine, Flöte, Akkordeon, Mandola, Bodhran und Gesang. 2008 nahmen sie ihre CD „Roses’ Dream“ auf und bereiten jetzt das 2. Album vor.
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Da bleibt kein Fuß ruhig…FullSet bestehen aus fünf jungen MusikerInnen aus Irland, die einen „staunenswerten, einzigartigen Sound schaffen: er steckt voller Energie und Innovation, bleibt aber trotzdem immer den traditionellen Wurzeln treu. Für ihre Debütveröffentlichung haben sie gute Kritiken bekommen und wurden vom angesehenen Irish Music Magazine sogar mit Supergruppen wie Danu und Altan verglichen.“ (Presseinfo) Sabrina Palm schreibt im Irland-Journal 3-11 über die CD: „Die Sechs zünden zwar ein musikalisches Feuerwerk und rauschen durch die Tunes – ein durchaus gefährliches Unterfangen –, schaffen es aber, den Bogen zu halten und die Musik nicht beliebig erscheinen zu lassen. “ FullSet sind bereits bei zahlreichen Festivals in ganz Europa aufgetreten, darunter das Festival Interceltique in Lorient.
Lange hat er sich bei uns rar gemacht, Musik von ihm ist aber bei vielen Folkkonzerten zu hören. Dougie MacLean (Jg. 1954) blickt auf eine lange, erfolgreiche Karriere zurück, hauptsächlich als Songschreiber, aber auch als Sänger und Komponist. Er schafft es, allein mit seiner Stimme und seiner Gitarre jedes noch so große Publikum in seinen Bann zu ziehen und eine persönliche Atmosphäre herzustellen. Seine Songs sind meistens ruhig, aber ausdrucksstark und sind von zahlreichen Künstlern übernommen worden. Er schrieb u.a. Ready for the Storm, die Filmmusik The Gael, sowie Caledonia, die heimliche schottische Nationalhymne. Er hatte nie Instrumentalunterricht, bekam aber aus seiner Familie einiges an musikalischer Tradition mit und ist ein sehr guter Fiddle-Spieler. Seine ersten Schritte auf internationale Bühnen machte er in den Siebzigern als Sänger und Geiger der Tannahill Weavers. Er lebt in den Highlands arbeitet dort im eigenen Studio. Über zwanzig Alben hat er aufgenommen und ist rund um den Globus getourt. Seine Jubiläums – CD und DVD haben wir im vergangenen Jahr vorgestellt.
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Die Mitglieder von Bachelor’s Walk stammen aus Irland und England, residieren aber alle seit vielen Jahren im Raum Stuttgart. Sie haben ihre Band nach einer Dubliner Flanierzeile benannt. So sehen Bachelor’s Walk sich selbst: „Ihre fetzigen Jigs und Reels zum Mitklatschen und Mittanzen sorgen für super Stimmung, die noch durch witzige Ansagen gewürzt werden. Besonderen Wert legt die Band auf ihren mehrstimmigen Harmoniegesang. Gefühlvoll wird es bei den gesungenen Balladen. Bachelor’s Walk sind für ihre Vielseitigkeit bekannt. Ihr Repertoire ist eine pulsierende Mischung aus Altem und Neuem, Tradition und Innovation. Obwohl sie ihrer großen Liebe – der irischen Tradition – all die Jahre treu geblieben sind, nimmt man ihnen kleine Seitensprünge in Richtung Country- Western, Rock oder sogar Comedy nicht krumm. In den über 20 Jahren der Bandgeschichte gab es Highlights wie Auftritte auf der Hauptbühne beim Open Air St. Gallen vor 35.000, im Vorprogramm von Michael Flatley’s ‚Feet of Flames’ vor 5.000 Zuschauern und etliche Fernsehauftritte.“
 Der reguläre Preis für ein Wochenendticket liegt bei 35,-€. Noch bis zum 1. Dezember gibt es das vorweihnachtliche Sonderangebot von 20,-€ pro Karte.
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