Acoustic Revolution
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The Moorings ~ Pints & Glory (2011)

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Nach einer kleinen EP, die wir euch im März dieses Jahres vorgestellt haben, ist sie nun da – die erste offizielle Veröffentlichung von The Moorings aus Frankreich, und so viel vorne weg, es ist eine gute geworden. Wie damals schon angekündigt, sollte sich der Stil der Band auf diesem Album weg von traditionellen hin zu etwas härteren Klängen ändern. Dies ist den Jungs und Mädels von The Moorings auf ihre Art und Weise gelungen. Wer jetzt jedoch harten Folk Punk im Stile der Streetdogs oder Pipes and Pints erwartet, der wird ein wenig enttäuscht sein. The Moorings haben der Musik allgemein zwar einen härteren Touch verpasst, jedoch sind die Anfänge der Band noch in vielen Liedern zu erkennen. Hier und da schwingt der “traditionelle” Einfluss noch kräftig mit.

Pints & Glory – so der Name des Albums – ist in seiner Gesamtheit ein vielschichtiges und homogenes Album, bei dem Lieder aus eigener Feder leider viel zu kurz kommen. Bis auf einige wenige Songs wenden sich The Moorings in der Mehrheit allseits bekannten Klassikern zu. Songs wie Molly Maquires, Spancil Hill oder All for me Grog sind nur einige dieser schon 1000fach gehörten Traditionals. Dies ist leider auch die größte Schwäche dieser Platte. Pints & Glory ist ein hörenswertes Album, jedoch hätte man sich noch mehr mit eigenen Songs einbringen müssen. Es ist klar auszumachen, dass diese Gruppe noch lange nicht am Ende ihrer musikalischen Schaffenskraft angekommen ist. Die eigenen Stücke wie Friendship oder Away from Home zeigen, dass diese Franzosen auch was vom Songwriting verstehen. Umso verwunderlicher ist es daher, dass so viel Wert auf das Interpretieren von Traditionals gelegt wurde. Dieser Stärken sollten sich The Moorings bewusst sein und beim nächsten Longplayer das Verhältnis von alten zu neuen Lieder einfach umdrehen.

Pints & Glory ist dann daher irgendwie auch ein Album für jedermann. Traditionalisten kommen bei Liedern wie The wild rover, Working Class Hero oder All for me Grog genauso auf ihre Kosten wie Liebhaber progressiverer Klänge. Diese sollten beim Anhören dieser CD bewusst Songs wie Friendship, Finnegan’s Wake oder Champion at keeping them Rolling ansteuern. Größte Gemeinsamkeit all dieser Songs ist der markante rauhe Gesang von Sänger Denis Jelly und das Beherrschen sämtlicher Instrumente. Diese klingen alle genretypisch, klar und gut produziert. Da gibt es nichts zu meckern!

Insgesamt ist dieses Album zwar ein Schritt nach vorn, jedoch lässt es auch einige Fragezeichen offen. Stilistisch hat man sich verändert, jedoch fehlt mir persönlich nun die klare Linie. Es ist nicht erkenntlich welche Richtung The Moorings einschlagen (werden). Dort sollten sie sich noch eindeutiger positionieren, denn der Rest passt und überzeugt! (Das folgende Video ist wohl der eindeutige Beweis dafür)

YouTube Preview Image 

Trackliste 

  1. Friendship
  2. Away from home
  3. Molly Maquires
  4. Spancil hill
  5. Finnegan’s Wake
  6. Champion at keeping them rolling
  7. Working class heroes
  8. All for me Grog
  9. The wild rover
  10. What’s left of the flag (Flogging Molly)
  11. The night in gale
  12. Champion at keeping them rolling (trad.)

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