The Dunn Boys ~ Volume 1 (2010)
von celtic-rock
The Dunn Boys ist im Grunde genommen ein kleines musikalisches Familienprojekt. Gemeinsam mit seinen drei Söhnen Jason, Josiah und Jakob gründet das Familienoberhaupt Paul Dunn im Jahre 2008 THE DUNN BOYS. Etwas mehr als zwei Jahre später liegt uns nun ein kleiner Pappeinschieber mit dem Namen Volume 1 vor.
Bereits mit ihrem Debütalbum durchlaufen die Kanadier einen kleinen Veränderungs- und Entwicklungsprozess. Vom Stil her ist dieses 30-minütige Erstlingswerk eindeutig im Celtic Folk Rock anzusiedeln, jedoch finden neben Punkkomponenten auch balladeske und ruhigere Töne den Weg auf diese Platte. Auch wenn die Produktion und das Artwork ganz im Stile einer etwas besseren Demo-CD daherkommen, wird bei den 11 Stücken das Level durchgehend hoch gehalten. In der Regel sind die Songs noch nicht sonderlich komplex, aber die Geradlinigkeit von Songs wie Nova Scotia, Brian Moore oder Norland überzeugt genauso wie die Balladen McCreary’s Battle, Balled of Danny Fitzgerald oder Rosaline.
Ich sehe die Kanadier – zugegebenermaßen vielleicht ein bisschen weit her geholt – ganz in der Tradition von Bands wie Flogging Molly, Dropkick Murphys aber auch Great Big Sea oder The Pogues. Sicherlich fehlen noch ganz große Nummern, die langanhaltend in Erinnerung bleiben, doch gerade mit Stücken wie Brian Moore oder St. Jerome kommen sie vom Stil und der Intensität her den genannten Szenegrößen sehr nah. Technisch kann man den Jungs nichts vorwerfen, auch der Gesang ist in seiner relativ klaren aber dennoch sehr kraftvollen Art und Weise typisch für das (so geliebte) Genre.
Ich behaupte an dieser Stelle mal ganz mutig, dass The Dunn Boys ihren Weg noch gehen und sich zu einer starken Celtic Folk Rock / Folk Punk Band entwickeln können und werden. Dieser erste musikalische Erguss zeigt in vielerlei Hinsicht ihr Potential, dass aber bestimmt noch nicht das Non-Plus-Ultra ihrer Schaffenskraft widerspiegelt. Fans dieser Stilrichtung empfehle ich unbedingt die Songs auf MySpace anzutesten, auch sollte man diese Band die kommenden Jahre immer mit einem offenen Auge (und Ohr) aufmerksam aus der Ferne beobachten. Man kann gespannt sein, was da noch kommen wird….
Trackliste
- Mullac Abu
- Nova Scotia
- Brian Moore
- Ballad of Danny Fitzgerald
- Sydney Harbour
- McCreary’s Battle
- St. Jerome
- Norland
- Rosaline
- Black Velvet Band
- Lullaby
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