Acoustic Revolution
Acoustic Revolution

Irish Stew of Sindidun ~ Dare to dream (2008)

von

Auch wenn die serbische Folk Rock Szene quasi nicht existent ist, so schafft doch mit Irish Stew of Sindidun ein kleines musikalisches Juwel den Weg über die Belgrader Stadt- und serbischen Landesgrenzen hinaus. Nach dem Debütalbum So many words… im Jahre 2005, veröffentlichte dieses junge Sextett passend zum St. Patricks Day 2008 seinen zweiten Longplayer Dare to dreams. Auf ihm befinden sich neben zwei traditionellen Stücken 10 Stücke aus eigener Feder.

Irish Stew of Sindidun sind definitiv keine Hau-Drauf-Band, vielmehr schlagen sie in ihren Songs eher die ruhigeren Töne an, verzaubern mit ihren Instrumenten und ziehen den Hörer von Anfang an in seinen Bann. Irish Stew of Sindidun sind erfrischend anders. Ihre Mischung aus melodischem Rock und traditionellen Klängen geht schnell ins Blut über und weiß im Allgemeinen durch perfekte Arrangements und einen sehr einprägsamen Gesang zu gefallen. In Kombination mit einer Vielzahl von eingängigen Melodien ergibt sich ein beinahe durchweg hitverdächtiges Album mit tollen Songs.

Allen voran steht der Opener Blessed and damned, der vom ersten Ton zeigt, für was Irish Stew of Sindidun stehen. Musikalische Vielfallt, Rhythmus und Melodik sowie ein reichhaltiges Repertoire an Instrumenten – bei mehr als der Hälfte der Songs wurde die Band von acht Gastmusikern unterstützt. Diese Vielzahl an unterschiedlichen Instrumenten wirkt sich sehr gewinnbringend auf den musikalischen Gesamteindruck aus. Neben typischen Folk Instrumenten wie Whistle, Geige, Bodhran oder Accordeon nutzt man auch eher folk untypische Instrumente wie Saxophon, Trompeten und Keyboards um dem Sound eine besondere Note zu verleihen. Dabei gelingt es Irish Stew of Sindidun in ihren Songs Emotionen und Gefühle auf sehr gute Art und Weise zu beschreiben. Melancholie, Träumereien aber auch Freiheitsgedanken und Abenteuerlust werden durch die Musik perfekt nach Außen transportiert und erzeugen beim Hörer mitunter Gänsehaut.

Musikalisch erinnern mich eine Vielzahl der Lieder an Songs von Paddy goes to Holyhead zu ihren erfolgreichen Zeiten. Überzeugen Paddy goes to Holyhead bzw. Paddy Schmidt heute eher durch Quantität, so schaffen es Irish Stew of Sindidun mit Qualität und Lebendigkeit zu überzeugen. So steht am Ende ein modernes Folk Rockalbum einer Band, die sich traut einen Stil zu etablieren, der so heute nur noch selten zu Hören ist.

Trackliste

  1. Blessed And Damned
  2. Ditch
  3. Life Without Living On A Sunny Winter Day
  4. I Will Never (Be Your Friend)
  5. Memories
  6. Whiskey And Miles Behind
  7. The Sailor’s Song
  8. Pile Of Sins
  9. Weila, Waila
  10. Carrickfergus
  11. Farewell
  12. Sweet Long Stick

Homepage | Myspace | Facebook | Bestellen | Medienbox | Über Rezensionen

Autor/in: 186 Beiträge | » Website

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

 

Zum Anfang springen 

Copyright © 2007 - 2012 celtic rock music | Kontakt / Impressum