Darby O’Gill and the Little People ~ Christmas Songs for Drunken Atheists (2007)
von celtic-rockJ
edes Jahr feiern wir die Geburt Jesu Christi, jedes Jahr ertragen wir auf’s Neue den Vorweihnachtsstress, jedes Jahr wieder verkaufen Discounter schon im August Lebkuchen, jedes Jahr macht George Michael Millionen mit seinem Last Christmas und jedes Jahr ist man froh, wenn die Weihnachtsfeiertage wieder vorbei sind. In genau dieser Regelmäßigkeit veröffentlichen Bands aller Genre Weihnachtsplatten, die meistens nur mehr oder weniger zu ertragen sind.
Zu den erträglichen Platten gehört die 2007′er Platte Christmas Songs for Drunken Atheists der Band Darby O’Gill and the Little People.
Darby O’Gill and the Little People ist eine US-amerikanische Gruppe, die Celtic Rock und Irish Folk mit amerkanischen Elementen verbindet. Christmas Songs for Drunken Atheists ist die letzte Veröffentlichung der fünf Musiker rund um Sänger und Songwriter Darby O’Gill. Auf dieser Konzeptplatte befinden sich sieben Songs, darunter so alte Schinken wie Silent Night oder der The Pogues Klassiker Fairy Tale Of New York. Mich – der mit dem Weihnachtsfest nur wenig anfangen kann – hauen Weihnachtslieder generell nur wenig vom Hocker, von daher möchte ich mir auch nur bedingt ein Urteil bilden.
Der Opener Whiskey Christmas ist ein munteres Stückchen, beschwingt mit witzigem Text und lockerem Rhythmus. Baby, It’s Cold Outside wird ganz im Stile alter amerikanischer Entertainer interpretiert. Dean Martin oder Frank Sinatra hätten ihre helle Freude daran gehabt. Christmas Time kommt mit flehendem Sprechgesang und einfacher Klampfe daher. Fairy Tale Of New York hat man als Live Version auf den Longplayer gebannt. Ich denke, über diese Nummer braucht man kein Wort mehr zu verlieren. Christmas Card From a Hooker in Minneapolis – ne’ alte Tom Waits Nummer – wird, begleitet vom Klavier, vom weiblichen Part der Band gesungen. Silent Night singt nicht die Band, vielmehr dürfte es sich da um irgendeine Aufnahme handeln, die auf einem örtlichen Weihnachtsmarkt aufgenommen wurde. Abgeschlossen wird dieses Album von Have Yourself a Merry Little Christmas, einem Lied welches Frank Sinatra einst zu etwas mehr Ruhm verhalf.
Insgesamt ist Christmas Songs for Drunken Atheists nur eine weitere Platte zum alljährlichen Weihnachtsfest. Sie wirkt allgemein ein wenig konzeptlos, hat aber trotzdem ein paar nette Songs drauf, welche man sich jedes Jahr aufs Neue anhören kann (sofern man dazu Lust hat). Nach Weihnachten sollte die Scheibe aber wieder ganz schnell im CD-Regal verschwinden. Leider zeigt sie nicht, was Darby O’Gill and the Little People eigentlich für Musik machen. Von Celtic Rock und Irish Folk Musik sind die Lieder auf dieser Platte genauso weit entfernt, wie Weichnachten von Pfingsten. Von daher hat dieses (vor)weihnachtliche Produkt keinerlei musikalische Aussagekraft.
Trackliste
- Whiskey Christmas
- Baby, It’s Cold Outside
- Christmas Time
- Fairy Tale of New York (Live)
- Christmas Card From a Hooker in Minneapolis
- Silent Night
- Have Yourself a Merry Little Christmas
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