Shamrock Castle 2012
Shamrock Castle 2012

X-Mas-Irish-Folk-Punk-Night in Arnsberg, 20112010

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Da wir am Samstag in der Gegend waren (das heisst bei uns in einem Umkreis von 200 km), lag es nahe, das Happening mit dem verheißungsvollen Namen “X-Mas-Irish-Folk-Punk-Night in Arnsberg-Hüsten” zu besuchen. Die geballte Ladung musikalischer Vorweihnachtsstimmung sollte uns im GVU-Heim in Arnsberg-Hüsten in Wallung bringen. In der musikalischen Bringschuld standen an diesem Abend: The Ceili Family, Muirsheen Durkin and friends und Kings and Boozers.

Wie der Name des Veranstaltungsort es vielleicht schon erahnen lässt, bestach das Ambiente durch eher dörflichen Charme. Doch in der Vergangenheit mussten wir schon öfters lernen, dass vor allem die oberflächlich als “Provinzveranstaltung” abgetanen Konzerte sehr beliebt sind, vor allem natürlich bei den Einheimischen. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Kontingent für den Vorverkauf schneller erschöpft war, als erwartet und mit ca 220 Zuschauern hatte sich die Veranstaltung das Prädikat “ausverkauft” verdient. An dieser Stelle ein fettes Dankeschön an unseren Kollegen Robin, der unsere beiden Namen auf die Gästeliste setzen konnte.

Bevor der Spaß losgehen konnte, erforschten wir wie immer noch das kulinarische Angebot, was für unseren Geschmack im Sektor der “Festnahrung” durchaus noch Luft nach oben gehabt hätte. Serviert wurden klassisch Buletten mit Senf. Wenn diese noch durch ein Brötchen begleitet worden wären (bei gleichbleibendem Preis von 2 Euro), hätten sie die hungrigen Mägen bestimmt noch besser zu füllen gewusst. Aber man ist natürlich nicht zum Essen auf einer “X-Mas-Irish-Folk-Punk-Night in Arnsberg-Hüsten”, sondern um gute Musik zu hören.

So waren wir hocherfreut, als dann die Ceili Family (inklusive unserem geschätzten Kollegen Robin) den Abend eröffneten. Freunde des Folks und der humorvollen Ansagen kamen hier gleichermaßen auf ihre Kosten. Akkordeon und Geige schwirrten in harmonischem Einklang und an dem Gesang gab es auch nichts zu meckern.

Als zweite Band betraten an diesem Abend Muirsheen durkin and friends die Bühne. Die “friends” erwiesen sich als ungefähr die Hälfte der Kings and Boozers (Ich hab während des Abends leider die Orientierung verloren, wer nun genau in welche Band gehört). Wie schon zuvor bei der der Ceili Family, unterstütze Thomas “der Flötenkönig” Rünker, die Band. Rein musikalisch kam auch hier zwar keine Punk-Komponente ins Spiel, aber es wurden ein paar wohlbekannte Gassenhauer zum Besten gegeben. Für meinen Geschmack hätte die Harmonie bei den Vocals noch einen Tick besser sein können, auch hätte manchmal für mein unwissendes Ohr noch ein bisschen mehr Power nicht geschadet, ebenso bei der Performance. Doch einen professionellen Maßstab kann und möchte ich nicht anlegen, denn an diesem Abend schien auch für die Bands das freundschaftliche und musikalische Zusammenkommen im Mittelpunkt zu stehen.

Den Abschluss des ganzen Abends bildeten Kings and Boozers, dies ich vor geraumer Zeit aus der aufgelösten Band Lady Godiva reformiert hatten. Wenn man es unbedingt erzwingen will, könnte man sagen, dass sie wohl den Punk repräsentierten. Auch wenn schon ein paar Zuschauer den Heimweg angetreten hatten oder trotz Evolution arge Probleme mit dem aufrechten Gang hatten, spielten die “Könige und Säufer” ihre Songs fulminant und brachten noch einmal den Geist des Folk in die Hallen des GVU- Heims.

Insgesamt war die “X-Mas-Irish-Folk-Punk-Night” nicht wirklich das, was der Name vermuten ließ. Einen Bezug zu Weihnachten kann ich rückblickend nicht erkennen, aber ich bin auch nicht so der Typ, der sich schon einen Monat im Voraus mental auf diese “Festlichkeit” vorbereitet. Trotz einiger anwesender “Quotenpunks”, die vor der Bühne abzappelten gab es hier mehr familienfreundliche Unterhaltung für Jedermann und das war auch gut so.

Aus Leonberg würden wir wohl zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr unbedingt anreisen (die 4,5 Stunden Heimfahrt danach haben dann doch an den Kräften gezehrt), aber für die ein oder andere Band überdenkt man ja auch seine Vorsätze gerne mal. Mal sehen, ob es ein zweites Mal in Arnsberg geben wird.


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