Shamrock Castle 2012
Acoustic Revolution

The Dreadnoughts, Umsonst und Draußen, Lindau 24072010

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Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, also waren wir am frühen Samstagmorgen, trotz dicker Regenwolken über Mannheim, immer noch zuversichtlich in ein sonniges Lindau am Bodensee zu fahren. Umsonst und Draußen hieß das Motto an diesen Tag, da musste der Wettergott doch ein Einsehen haben.

Was soll, ich sagen; das Gegenteil war der Fall. Als wir mittags in Lindau ankamen fielen bereits dicke Tropfen vom Himmel. Nach einem Spurt ins Hotel um einzuchecken ging es gleich weiter zum Festivalgelände, einem kleinen Park direkt am Bodensee und erneut keimte Hoffnung auf, dass es doch noch ein passabler Tag werden könnte, da der Regen aufgehört hatte. Unser erster Weg führte uns zum Merch-Zelt der Dreadnoughts wo wir auch gleich auf die Jungs trafen. Beim ersten gemeinsamen Bier wurde uns erstmal von den Höhen und Tiefen des Tour-Lebens berichtet.

Die Geschichten reichten von großartigen Festival Auftritten vor mehreren 1000 Menschen bis hin zu einem in voller Fahrt geplatzten Tour-Bus Reifen. Ich bin ein leidenschaftlicher Musik Fan und bedaure es oft, dass ich nicht in der Lage bin auch nur irgendeinem Instrument passable Töne zu entlocken. Wenn ich solche Geschichten höre bin ich jedoch mehr als dankbar, dass ich nie in die Gefahr kommen werde als Musiker durch die Lande zu reisen. Umso mehr bewundere ich die Dreadnoughts mit welcher Gelassenheit sie durch dieses Wechselbad der Gefühle gehen.

Während wir noch kräftig am Erzählen waren beschloss der Wettergott dass es Zeit war endgültig alle Schleusen zu öffnen. Es goss wie aus Eimern und der Merch-Stand wurde der einzige halbwegs trockene Unterstand an dem sich alles drängte.

Um 15 Uhr war es Dreadnought Time und es war kaum zu glauben, der Regen, der die Wiese vor der Bühne schon längst in ein Schlammfeld verwandelt hatte legte eine Pause ein. Los ging es gleich mit einem neuen Titel “Sleep is for the weak”. Danach kam “Katie bar the door” und spätestens ab diesem Zeitpunkt war das Publikum nicht mehr zu halten. Wer noch nicht voller Schlamm war sorgte jetzt dafür dass, das geändert wurde. Weiter ging es mit der “Skrigjaärgen Polka”. Das ganze Set an diesem Tag war sehr polkalastig und so folgte kurz darauf ein weiteres Lied vom neuen Album “Polka never dies”. Das Publikum hatte sehr viel Spaß und ließ sich nicht lange zum Circle-Pit bitten.

Auch der inzwischen wieder einsetzende Regen konnte niemand mehr schrecken und die nachfolgende Band, die zufällig bei uns in der Nähe stand, machte rechte besorgte Gesichter. Ob diese Sorgen nur dem Regen galten oder eher der Frage wie sie das Geschehen auf und vor der Bühne toppen könnten werden wir natürlich nie erfahren :-) Höhepunkt des Auftritts war die Wall of Death, die in einer riesigen Schlammschlacht endete. Die Dreadnoughts hatten es geschafft mit ihrer Spielfreude alle anzustecken und den Dauerregen völlig vergessen zu machen. Da es unmöglich war noch nasser zu werden als man eh schon war, gab es nach der Show für so manchen dann erstmal ein Bad im warmen Bodensee, um sich vom Schlamm zu befreien.

Im Anschluss noch ein paar weitere Bier, begleitet von der Musik der anderen Bands, die meiner Meinung nach, alle nicht mit den Dreadnought mithalten konnten, dann zurück ins Hotel denn am nächsten Morgen sollte es schon weiter nach Bern zur Irish-Rock-Night gehen.

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