Das war der Castellans Folksommer 2010
von daniels
Drei Bands mit sehr unterschiedlichen und eigenen Akzentuierungen, die für eine prima Sause sorgten.
Eigentlich hätte es für alle Beteiligten wieder ein “entspannter” Nachmittag werden können. Alles stand parat, der dicke Regen war bereits am Abend vorher durchgezogen. Die vielen Helferinnen und Helfer warteten auf ihren Einsatz. Nur die Leute aus dem engsten Organisationsteam wurden langsam nervös. Firkin sollte um 15 Uhr zum Soundcheck da sein. 17, 18, 19 Uhr, keine Firkin da …
Ich war bereits gegen 18 Uhr am Gelände, nutzte die Zeit um mir die Gegend anzuschauen und konnte so vom anderen Ufer aus die letzten Proben im Sonnenschein genießen.
Kurz nach acht ging es dann endlich los. Die Damen und Herren der Chingford Morrismen präsentierten ihre traditionellen Gewänder und Tänze. Dann endlich aufatmen. Ein sichtlich entspannterer Organisator Dietmar verkündete auf der Bühne, dass die aus Ungarn angereisten Gäste nun doch allen Widrigkeiten getrotzt hatten und samt Ihrem Equipment da waren.
Erster Act des Abends waren die Children Of Lir aus Köln. Mit ihren modernen Interpretationen akustischen Folks eröffneten sie das Festival und stimmten auf den Abend ein. Insbesondere die Vielfalt der eingesetzten Instrumente war ein Ohren- und Augenschmaus. Vieles von dem, was Kuec in ihrer Rezension von “This Is The Story” (2010) schrieb, konnte ich wieder finden. Zwei Dinge ahnte sie aber wohl nicht, die Sängerin Diana legte zwischendurch noch Steptänze ein und als Proberaum verwenden die Children Of Lir ihre jeweiligen Wohnzimmer. Tolles Couchprojekt, dass ich mir demnächst auf alle Fälle nochmal anschauen werde. Aber nichts für ausgesprochene Rock- und Punkfans.
Gegen 22 Uhr wurde es dann lauter. De Drangdüwels betraten die Bühne des Geschehens und heizten mit ihrem “Plattdütsch Folkpunk” richtig gut ein. In erster Linie spielten sie Songs vom neuen Album “Ahoi” (2010), dass wir Euch demnächst auch vorstellen und anspielen, aber auch Klassiker wie die Hymne “FC St. Pauli” oder das “Piratenleed” fehlten nicht. Überrascht wurde das Publikum wohl mit einer einzigartigen Interpretation von London Calling: “Holsteen röppt”, dass in Kürze in meiner Sendung “Streams Of Whisky” mitläuft.
Appropos Radio: Ich habe mich auch mal dran gewagt und ein interessantes Zaungespräch nach dem Konzert mit Sänger Burghardt geführt. Hoffentlich ist es was geworden, wenn ja demnächst mehr in Tooraloo Radio …
An dieser Stelle möchte ich aber auch nochmal all diejenigen erwähnen, die die Bands im Hintergrund begleiten, managen und dann auch noch den Merch organisieren. In unserem Genre sind es häufig keine Agenturen sondern Leute, wie Simone von den Drangdüwels, die das ehrenamtlich tun. Stellvertetend für all die anderen möchte ich an dieser Stelle mal ein fettes Danke sagen.
Gegen Tageseinbruch des 18.7. spielten dann Firkin. Leider versagte mein Akku meiner Kamera und ich hatte keinen Ersatz dabei, so dass die Anzahl der Bilder wenig repräsentativ ist. Mit einer energiegeladenen Bühnenshow und dem teilweisen Outfit einer Boygroup, schafften sie es die Drangdüwels, was Stimmung und Publikumsaktivität anging, noch zu toppen.
Das machte dem weiteren Verlauf des Abends aber nichts, denn nach dem offiziellen Teil folgten noch jede Menge Fachsimpeleien. Gerüchten zufolge wurde die deutsch-ungarische Freundschaft gegen sechs Uhr morgens von einem örtlichen Taxifahrer besiegelt, der sich erbarmte und noch handwarme Getränke vor das Hotel brachte.
Fotostrecke
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Fotos: Tjark / Daniel


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wir möchten wohl mal wissen, woher der Taxifahrer um diese Uhrheit noch das Bier hergeholt hat. Aus seinem Keller etwa? Und warum waren wir nicht eingeladen? SKANDALÖS
Tja, wo wart ihr denn? Vielleicht meldet sich Capt. B als mutmaßlicher Beteiligter mal zu Wort
