The Booze ~ Reels and squeals (2010)
von celtic-rock
Das Internet gibt nicht viel her über The Booze, auch Google hilft nur bedingt und wenn man nicht gerade die Freundesliste eines Freundesfreund auf MySpace durchsucht wird man diese lustige Combo in den Untiefen des Internets auch nur schwer finden. Schade eigentlich, denn so entgeht einem munterer Folk Rock Made in Frankreich. Wir von celtic-rock.de haben es zur Aufgabe gemacht die Freundeslisten einiger Freundesfreunde zu durchzusuchen, sind dabei auf The Booze gestoßen und helfen diesem Sextett nun ein wenig nach oben bei den Googlesuchanfragen.
Mit Reels & Squeals liegt uns der erst kürzlich veröffentlichte aktuelle Longplayer vor. Ob es im Vorfeld schon Veröffentlichungen gab wissen (vermutlich) nur die Jungs und Mädels von The Booze und einige treue französische Fans und Freunde. Das Album präsentiert sich bunt, abwechslungsreich und ein wenig chaotisch. Das Ganze hält schon Einzug in die Booklet Gestaltung. Ein einheitliches Konzept ist dort nicht zu erkennen. Von irgendwelchen Kobolden und Schafen bis hin zu lustigen Fotomontagen und allerlei unterschiedlichen Schriftarten ist in diesem Digipack alles zu finden.
Gleichermaßen werden einem auch eine Unmenge an unterschiedlichen Songs geboten. Neben klassischen Folk Rock Nummern – teils in Französisch, teils in Englisch – tümmeln sich auch härtere metallastige sowie ruhigere Liedchen auf diesem Silberling. Auch textlich scheint man all das zu Verarbeiten, was einem im Alltag manchmal so über den Weg läuft und beschäftigt. Besingen sie in dem einen Lied noch irgendwelche Farben oder seltsame Träume, so nimmt man in anderen Liedern ganz plötzlich das Internet oder den letzten Pub Besuch auf die Schippe.
Trotz dieses konzeptlosen Konzepts hört man den Songs an, dass The Booze all ihre Instrumente beherrschen und ihre Wurzeln irgendwo zwischen Punk und Celtic Rock liegen. Getragen von der markanten Stimme und wunderbaren Geigen- und Gitarrenklängen bieten sie eine musikalische Vielfalt, die man so nur selten auf CDs findet. Viele Lieder haben Wiedererkennungswert und setzen sich in den Gehörgängen fest. Nummern wie Boys of killybegs, Gilipolla oder Right wing no more hört man sich mit Sicherheit nicht nur einmal an. Wie es anders nicht sein konnte, wurde auch das allseits “beliebte” Wild Rover auf diese Scheibe gepackt. Entgegen aller sonstigen klassischen Interpretationen verpackt man dieses irische Volkslied jedoch in eine flotte Reggae / Ska Nummer.
Reels & Squeals ist ein Album, welches viel zu bieten hat. Zwar wird nicht jeden dieses chaotische Allerlei gleich vom Hocker reißen, wenn man sich aber Zeit für das Hören dieser CD nimmt, findet man viele Stellen und Passagen, die einem am Ende doch gefallen werden. Zu eingängige Alben überzeugen einem zwar auf Anhieb, werden aber auch sehr schnell langweilig. Diese Eingängigkeit findet man auf Reels & Squeals nicht, sodass man auch beim 10. oder 20. mal Hören immer wieder neue Sachen entdeckt. Reels & Squeals setzt zwar keine neuen musikalischen Maßstäbe und kann auch nicht in die Hall of Fame aufgenommen werden, hörenswert ist es dennoch allemal. Wenn es also geht, einfach mal reinhören…
Trackliste
- Colours go dull
- Eth vielo Molo
- New booze tribe
- Beer
- The day the booze (Brothers became the booze)
- Gilipolla
- Internet guy
- Dream on
- Ege shegedre (Live Rio)
- Right wing no more
- Boys of killybegs
- Wild rover III
- Western Union
- Witch’s broth
- Tana
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Thanx for the review !! hope to come soon in germany so you can check it out live !! slainte lads