Flatfoot 56 ~ Black Thorn (2010)
von celtic-rock
10 Jahre Bandgeschichte und 5 Veröffentlichungen, dies kann wahrlich nicht jede Band zu diesem Zeitpunkt nachweisen. Mit Black Thorn erschien kürzlich das aktuelle Album der Chicago’er Celtic Folk Punk Rocker Flatfoot 56. Als erweitertes Familienunternehmen (neben den 3 Brüdern Tobin Bawinkel, Justin Bawinkel und Kyle Bawinkel spielen (aktuell) noch Eric McMahon und Brandon Good in der Band) zelebrieren sie seit einem Jahrzehnt gemeinsam energiegeladenen Folk Punk, touren durch die Welt und liefern dabei Unmengen an energiegeladenen Live Shows ab. In den vergangenen zwei Jahren hat die Band ständig neues Material geschrieben und duzende Songs für das aktuelle Album erarbeitet.
Für die Aufnahmen haben sie sich daraufhin keinen geringeren als Johnny Rioux, seines Zeichens Basser bei den Street Dogs, als Produzent ins Boot geholt. Herausgekommen ist dabei ein abwechslungsreiches Album, bei dem die Punk Komponente merklich im Vordergrund steht ohne die keltische Traditionen zu vernachlässigen. Black Thorn schließt im Grunde genommen da an, wo vorherige Platten aufgehört haben. Klingen Alben wie Jungle of the Midwest Sea oder Knuckles Up allerdings teilweise noch sehr rauh und ursprünglich, präsentiert man sich auf Black Thorn eher etwas moderner und (fast schon zu) gut produziert. Trotz der sauberen Produktion bietet die Platte das, was ich bei einer Vielzahl anderer Bands sehr oft vermisse – Abwechslungsreichtum und Individualismus. Flatfoot 56 gelingt es mit jeder Nummer den Bogen zwischen Folk Punk, Streetpunk und Oi zu spannen. Das musikalische Resultat ist facettenreich, auch wenn es schwer ist das Rad (die Musik) jedesmal neu zu erfinden. Trotz genretypischer Instrumente und bekannten Stilmitteln überzeugen die Songs dennoch durch ihre Ausgewogenheit und Frische.
Flatfoot 56 zeigen, dass es möglich ist, aus der Masse vieler Bands hervorzustechen. Manchmal sind es nur Nuancen, die ein Album besonders machen. Ist es die sehr rauhe und einprägsame Stimme, die gekonnt eingesetzten Bagpipes oder die Melodien, die durch Mark und Bein gehen!? Black Thorn weist diese kleinen wichtigen Unterschiede auf, so dass aus oft gehörter 08/15 Konservenmusik, plötzlich ein musikalisches Schmankerl wird. Die Songs auf diesem Album haben allesamt Wiedererkennungswert und sind daher auch jeden einzelnen Taler wert.
Trackliste
- The Escape (Intro)
- Black Thorn
- Born For This
- Courage
- Smoke Blower
- The Hourglass
- Shiny Eyes
- We Grow Stronger
- Son Of Shame
- Stampede
- You Won Me Over
- Way Of The Sun
- Hothead
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Mensch, da hast du aber diesmal auch ein paar “flyertaugliche” Sätze dabei. Man merkt, dass du eine Germanistin zur Freundin hast