Acoustic Revolution
Shamrock Castle 2012

Nathen Maxwell and the Original Bunny Gang – Hamburg Hafenklang

von

Neugierig und voller Vorfreude waren wir gegen 18:00 Uhr auf dem Weg zum Hafenklang als Nathen uns schon mit großen Schritten entgegen kam. Die Wiedersehensfreude war riesengroß und nach dem schnellen Entschluss nicht noch in den Irish Pub um die Ecke sondern direkt zum Club zu gehen wurden erstmal die letzen Neuigkeiten ausgetauscht.

Nathens Frau erwartet bald ihr drittes Kind und obwohl Nathen nach Abschluss der Green 17 Tour von Flogging Molly durch die USA nur kurz bei seiner Familie sein konnte hat es ihn doch nach Europa gezogen. Sein Solo-Projekt liegt im so sehr am Herzen, dass ihm kein Weg zu weit und kaum ein Opfer zu groß ist um seine Musik mit anderen Menschen zu teilen. Das klingt sehr pathetisch, aber wer Nathen kennt weiss, das das tatsächlich so ist. Wer ihn nicht kennt wird bei seinen Konzerten spüren, dass es genau so ist.

Nach ein paar leckeren Bierchen war es Zeit für die „Vorgruppe“. Pascal Briggs betrat die Bühne und legte, nur mit seiner Akustik Gitarre bewaffnet und teilweise von einem Freund mit der Mundharmonika unterstützt, eine Wahnsinnsshow hin. Der Mann hat mich wirklich beeindruckt und ich denke und hoffe, dass man noch viel von ihm hören wird.

Nach einer kurzen Pause betrat Nathen mit seiner Original Bunny Gang, bestehend aus Nathens Vater am Schlagzeug, Mike Peralta, einen Jugendfreund von Nate am Bass und einem Gitarristen dessen Namen ich leider vergessen habe, die Bühne. Nathen spielte das Intro zu “Outlaw ” auf einer Melodica (ich hoffe, das stimmt, der lange Schlauch hat mich doch etwas verunsichert) während das Publikum gespannt darauf war, was es an diesem Abend erwarten würde.

Ich bin mir nicht ganz sicher ob die Mehrzahl des aus ca. 50 Personen bestehenden Publikums eher wegen Nathen als Bassisten von Flogging Molly oder wegen Nathen als Kopf der Bunny Gang gekommen war. Im Vorfeld der Konzerte hatte ich gedacht, dass sehr viele Flogging Molly Fans kommen um Nathen spielen zu sehen, dem war aber offensichlich nicht so. Das Publikum war ziemlich gemischt Wer nun aus welchem Beweggrund gekommen war spielte aber auch spätestens zu Beginn des nächsten Songs “Working for the men” keine Rolle mehr.

Nate wusste mit seiner Leidenschaftichkeit und Authentizität sehr schnell zu überzeugen. Jedes seiner Lieder hat eine ganz persönliche Geschichte und das kann man nicht nur sehen und hören sondern auch fühlen. Ich war selten bei einem so ergreifenden Konzert. Es gibt bestimmt etliche Leute denen die CD zu ruhig ist, das kann ich auch verstehen. Lasst euch davon aber nicht täuschen, live geht es richtig ab.

Nach der Show war Nathen, wie man es von ihm gewohnt ist, im Publikum zu finden und war für jedes Gespräch offen. Auch der Rest der Band ist äusserst kommunikativ und Nathens Vater ist einen Seele von Mensch. Es wurde noch ein sehr langer Abend den ich so schnell nicht vergessen werde.

Mit etwas Glück kommen Nathen Maxwell and The Original Bunny Gang dieses Jahr noch mal nach Europa. Sollte das klappen werde ich mir das auf keinen Fall entgehen lassen.

Links:

Nathen’s myspace Präsenz

Pascal Briggs auf myspace

Fotostrecke Hamburg, Köln, München

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