Acoustic Revolution
Shamrock Castle 2012

Ceili Family am Schleusenwärterhäuschen, Witten, 16042010

von

Die Open Air – Saison 2010 ist erfolgreich eröffnet. Nach der verregneten Premiere im letzten Jahr mit Pog Mo Thoin hatte der Folkclub Witten diesmal beim „Folk am Schleusenwärterhäuschen“ mehr Glück. Wetter, Stimmung und Besuch in den Ruhrauen waren gut.

Die Ceili Family zog schätzungsweise 400 Menschen zum Gelände am Fähr-Anleger gegenüber der Burgruine Hardenstein. Die Band braucht auf diesen Seiten nicht weiter vorgestellt zu werden. Das Sextett aus Hagen war mit seiner Gute-Laune-Musik die richtige Wahl, um am Freitag “umsonst und draußen” ein breites Publikum anzusprechen.

Robin Hiermer and Friends brachten den Tory King und andere Songs von der neuen CD, gemischt mit Klassikern von den Pogues, Christy Moore oder Flogging Molly. Das passte alles prima zusammen. Natürlich durften Standards wie Black Velvet Band oder Whiskey in the Jar nicht fehlen. Die Präsentation war routiniert und locker und dürfte der Family weitere Fans eingebracht haben. Bei maßvoller Lautstärke konnte man sich sogar noch unterhalten, was zum Charakter als geselligem, Generationen übergreifenden Treffpunkt passte.

In der Dämmerung stieg denn doch eine ziemlich durchdringende feuchte Kühle auf. Vorsichtige Bewegungen zur Musik waren teils auf das Bemühen zurückzuführen, sich warm zu halten. Nach der Pause fanden sich viele Besucher an dem großen Feuer neben der Bühne ein. Nächstes Jahr die Winterjacken also erst nach dem „Folk an der Schleuse“ wegpacken.

Das Catering wurde vom Wittener Beschäftigungsträger Wabe übernommen und fand mit Irish Stew und Bratwurst regen Zuspruch. Der Erlös ist für eine neue, größere Ruhrfähre vorgesehen.

Nächster Wittenfolk – Termin mit keltischer Musik ist das Local Heroes – Konzert am 25. Juni.

Fotostrecke: Marc Dobrick






Über kuec

Zwei Dinge faszinieren mich an Folk-Musik besonders: die mündliche Überlieferung mit ihren verschlungenen Wegen und der Einblick in andere Lebenswelten aus der Perspektive der Betroffenen. Neben meiner Leidenschaft für live-Musik habe ich mich immer wieder mit den Hintergründen dieser „Kultur von unten“ beschäftigt. Ich bin mit gemeinsamem Musizieren aufgewachsen. Meine Instrumente sind Geige, akustische Gitarre und E-Bass. Gespielt habe ich in Orchestern, Folk-Gruppen und Oldie-Bands. In den Neunzigern habe ich Konzertberichte für eine südwestfälische Lokalzeitung verfasst und freue mich, dem Schreiben über Musik jetzt online nachgehen zu können. Hier bei celtic-rock.de pflege ich seit 2008 die Wissens-Abteilung. Schaut doch mal bei den classics oder in unserer Bücherecke vorbei. Und nicht vergessen: keep music live!

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5 Kommentare
  1. Robin sagt:

    Danke für Bericht & Fotos !! Cheers !!

  2. daniels sagt:

    von wem war das Kamel? 8-O

  3. kuec sagt:

    Ein Thema für das CF-Forum… :wink:

  4. Robin sagt:

    Das Kamel ist ein Geschenk der lieben Kollegen von “Kings and Boozers” – die waren bei unserem Geburtstags-Tooraloo 2006…
    http://www.youtube.com/watch?v=3yjfkZ1MlI8
    …als “Fussballgott” im Vorprogramm und haben uns eine üble Pulle Treppenstürzer und eben jenes Kamel geschenkt. Jetzt begleitet es uns…quasi unser Zivi !!
    Back to topic !

  5. Robin sagt:

    Er hatte schon im Storckshof schicke Fotos gemacht – Edelfan Ralf hat seine Kamera netterweise auch mit nach Witten gebracht:
    http://funkfuzzi.de/THE_CEILI_FAMILY/FOTOS/Seiten/Witten.html
     
    Cheers,
    Robin

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