Shamrock Castle 2012
Shamrock Castle 2012

The Tosspints – Familienband(e)

von

Auf  seinem Rückweg vom Flogging Molly Konzert in Detroit hat Don Zuzula, Gitarrist der Tosspints, Zeit gefunden mir ein paar Fragen zu beantworten und erzählt von den Vorteilen in einer Band bestehend aus Familienmitgliedern zu spielen und was dabei so alles passieren kann.

Roisin Dubh: Hi Don, euer Album “11Empty Bottles” ist bei Celtic-Rock.de Album des Monats März geworden. Herzlichen Glückwunsch!

Don:  Danke für alles, was Du getan hast; ich habe die Rezension gelesen und war ganz aufgeregt. Es ist immer richtig geil positives Feedback über unsere Arbeit zu bekommen und das „Album des Monats“ zu sein, besonders bei einer Seite wie celtic-rock.de, ist eine große Ehre. Das gibt uns ein Gefühl der Wertschätzung, das unsere Arbeit die wir leisten wahrgenommen wird. Komplett unabhängige Bands wie wir brauchen das um weitermachen zu können.

Roisin Dubh: Wir war denn die allgemeine Resonanz zum neuen Album?

Don:  Wir hatten hervorragende Rückmeldungen zu unserem Album, aber für unsere Fans war das ein bisschen zwiespältig. Unsere ersten drei Veröffentlichungen waren viel weniger eigenständig als dieses. Sie waren eher traditioneller Rock als „Eleven empty bottles“. Ich denke zwar, dass wir durch diese Veröffentlichung nicht unbedingt Fans verloren haben aber irgendwie haben wir einige unserer Anhänger enttäuscht indem wir ein Album nur mit eigenen Stücken veröffentlicht haben. Das war eine große Debatte zwischen uns weil wir eine ganze Zeit eine keltische Band waren aber die Musik die wir schreiben nicht sehr traditionell ist. Wir haben dann die Entscheidung getroffen ein CD nur mit unserem eigenen Material, ohne jegliche traditionelle Musik zu veröffentlichen. Live spielen wir immer noch ein paar traditionelle Sachen und wir machen das richtig gerne, aber das hat uns auch bei einigen unsere Fans in ein komisches Licht gerückt. Das Feedback der Kritiker war jedenfalls hervorragend, überwiegend weil wir wirklich mit einem eigenem Sound, den jeder zu mögen schein, heraus gekommen sind. Wir haben uns sehr bemüht etwas eigenes zu schaffen; wir wollen nicht wie einfach irgendeine Band klingen.

Roisin Dubh: Kannst Du unseren Lesern die Tosspints kurz vorstellen?

Don: Die Tosspints vorzustellen bedeutet gleichzeitig meine Familie vorzustellen. The Tosspints sind Zak Zuzula, John Johnson und ich (Don Zuzula). Zak und ich sind Brüder und John ist seit 9 Jahren der Lebensgefährte unsere Mutter. Zak ist 27 jahre alt und Lehrer,  John besitzt ein Vertriebscenter für Restaurantbedarf und ich bin Grafik-Designer aber an Wochenenden und in den Sommermonaten touren wir als die Tosspints durch die Lande. Es ist wirklich toll in einer Gruppe mit Familienmitgliedern zu sein weil wir niemals die Probleme haben werden die wir in anderen Bands hatten was das Zusammenleben auf engstem Raum betrifft. Es ist viel leichter sich angemessen zu benehmen weil wir uns so nahe stehen.

Roisin Dubh: Habt ihr vorher schon bei anderen Bands Erfahrungen gesammelt?

Don: Wir waren vorher alle in anderen Bands. Zak war bei ganz vielen Gruppen. Er hat mit Bands aus fast jedem Genre von Country bis Heavy Metal getourt und gespielt. Er hat einigermaßen Erfolg mit einer Band namens „Untamed Addiction“. Johnny hat in verschiedenen 70er Jahre Bands gespielt bis er bei den Tosspints gelandet ist. Das waren so viele Bands, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Ich habe verschiedene Projekte laufen, meistens im Punk Genre. Am erwähnenswertesten ist eine Punk Band namens  „The Angry Inch Mafia”, aus Austin, Texas. Ich spiele auch Solo-Akustik-Konzerte, ich mache das schon eine ganze Weile und daraus sind eigentlich sogar die Tosspints entstanden. Meine Solo Show ist komplett keltisch und wir haben uns damals einfach zusammen gesetzt, unsere elektrischen Instrumente genommen und traditionellen Rock gespielt. Das war am Anfang alles sehr einfach aber seitdem wir angefangen haben hat sich das Ganze sehr viel weiter entwickelt.

Roisin Dubh: Ihr habt als Band-Namen einen Pogues Titel gewählt. Warum?

Don: Es gibt keinen wahnsinnig interessanten Grund für den Namen „Tosspints“, das war  einfach eins meiner Lieblingslieder der Pogues. Das ist düster und energetisch und ich mochte die Handlung des Liedes. Ich habe oft gedacht dass die Bewohner irgendeiner Ortschaft mich eines Tages packen und am Marterpfahl verbrennen würden wenn das heute noch erlaubt wäre (glücklicherweise ist es das nicht). Wir sind alle irgendwie dunkel und zynisch und unsere eigenen Lieder reflektieren das direkt. Wir wollten einen Namen für unsere Band der ausdrückt wie wir sind und die meisten anderen guten Bandnamen waren schon vergeben.

Roisin Dubh: Neben den Pogues gibt es bestimmt noch andere Bands die euch beieinflusst haben?

Bands, die uns beeinflusst haben. Nunja, ich bin ein großer Fan von den üblichen Bands von denen Leute immer sagen, dass sie sie beeinflusst haben. Zak und ich sind beide große Pogues Fans, und auch Fans von Shane MacGowans anderen Projekten. Flogging Molly waren ein großer Einfluss für uns alle, sie haben uns gelehrt wie man den Energie Level oben hält. Ich bin außerdem ein großer Tossers Fan. Die sind geil und echt coole Leute. Wenn es eine Band gibt, von der ich denke, dass sie mehr verdient hat als das was sie haben sind es die Tossers. Ich persönlich bin ein Joe Strummer Fan, ich habe the Clash geliebt und auch seine anderen Projekte aber besonders die Sachen die er mit den Mescaleros gemacht hat. Joe Strummer ist der Gitarrist der mich wirklich gelehrt hat das es ok ist ein Rhythmus Gitarrist zu sein, sogar wenn man der einzige Gitarrist in einer Gruppe ist. Ich liebe seine Einfachheit, wenn ein Song richtig gut geschrieben ist, wird er stark genug um einfach zu sein und die Musik sich selbst tragen zu lassen. Er war ein Songwriter der mit dieser Stärke schreiben und arrangieren konnte.

Roisin Dubh: Wie viele Konzerte habt ihr bis jetzt gespielt und wie viele Leute kommen zu euen Shows?

Don: Wir haben eine Menge Gigs gespielt, ein lokales Musikmagazin aus unserer Heimatstadt nennt uns gnadenlose Straßen-Krieger und haben unseren Zeitplan als mörderisch beschrieben. Wir haben 54 Sets in 2008 gespielt, in 2009 waren 85. Wir versuchen viele Festivals, oder größere Veranstaltungsorte zu buchen aber wir spielen auch sehr gerne in kleineren Clubs die viel Charakter haben. In Amerika gibt es gibt viele kleine Clubs und Bars die berühmte Konzerthallen sind und wir lieben es dort zu spielen alleine um hinterher sagen zu können, dass wir das getan haben. Die Zahl der Leute vor denen wir gespielt haben ist schwer zu schätzen. Als einzelnen Gig haben wir beim Michigan Irish Music Festival 2009 vor ungefähr 2000 Leuten gespielt, aber es ist schwierig bei einem Festival mit mehreren Bühnen da genau den Überblick zu behalten. Wenn ich Gigs buche bin ich immer mehr daran interessiert wie viele Leute kommen werden als daran wie viel Geld wir machen können. Was ich sagen kann, ist dass wir vor genug Leuten gespielt haben um erkannt zu werden wenn wir ausgehen. Ich bin zum Beispiel letzte Nacht beim Flogging Molly Konzert auf dem ich war von mindestens zwei Dutzend Leuten angesprochen worden ob ich der Typ von den Tosspints bin. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl weil es bedeutet dass unsere Shows den Leuten im Gedächtnis bleiben. Man könnte natürlich behaupten, dass ich eine ziemlich unverwechselbare Erscheinung bin, aber Zak passiert das genauso.

Roisin Dubh: Dann habt ihr bestimmt dieses Jahr auch wieder viel vor. Wohin wird es euch verschlagen und ist vielleicht sogar Europa mit auf dem Tourplan?

Don: The Tosspint planen eine US Tour für dieses Jahr. Der am weitesten entfernte Ort wird Florida oder Texas sein, was auch immer weiter von uns weg ist. Für uns ist es ziemlich schwierig aus dem Land zu kommen, das liegt an rechtlichen Dingen wie Arbeitsvisa and den Reisekosten. Wir haben keine Plattenfirma, was uns eine Menge Vorteile bringt weil wir unsere eigene Karriere managen können und niemand seine Hand in unseren Taschen hat aber dafür fehlt uns jemand der diese ganzen rechtlichen Angelegenheiten regeln kann. Wir möchten richtig gerne durch Europa touren aber ich denke dass wir dort bis jetzt noch nicht den Bekanntheitsgrad erreicht haben um uns die finanziellen Möglichkeiten zu geben dort zu touren. Wir hoffen auf eine Möglichkeit im nächsten Jahr um eine kurze Europa Tour auszuprobieren. Wir haben ein paar Festivals und Clubs angefragt, aber wie gesagt, wir konnten bis jetzt noch nichts komplett klar machen.

Roisin Dubh: Ich weis, die nächste Frage wird Dich langweilen weil jeder immer abgefahren Geschichten aus dem Tour Leben der Bands hören will. Sei mir nicht böse, aber auch ich möchte diese Frage stellen. Auch euch ist doch bestimmt schon so einiges lustiges oder verrücktes passiert …


Zak Zuzula


Don: Das verrückteste was uns auf Tour passiert ist… Das ist auch eine sehr schwierige Frage. Es gibt sooo viele dieser Dinge. Ich kann Dir ein paar Sachen erzählen die wirklich hervor stechen. In Kalamazoo, ich werde den Club nicht nennen um ihn nicht in Verlegenheit zu bringen,  aber der Barkeeper war sagenhaft und der Besitzer hatte ihm gesagt dass alles was wir haben möchten aufs Haus geht.


John Johnson


Wir waren einige Stunden vor der Show da, tranken teuren hausgebrauten Porter und Whiskey aus dem obersten Regal und niemand hat uns davon abgehalten. Als es Zeit war auf die Bühne zu gehen bin ich betrunken umgefallen. Ich dachte das wäre ein Alptraum, ich hatte total gute Laune und bin richtig gut in die Musik rein gekommen und habe viel härter als normal gespielt. Ich habe die Gitarrensaiten schneller zerstört als der Techniker sie wechseln konnte. Dann, ungefähr auf der Hälfte des Sets, habe ich um Wasser gebeten weil ich mich ganz ausgetrocknet gefühlt habe. Irgendjemand hat mir statt dessen ein Bier gegeben und ich bin einfach von der Bühne marschiert und habe durch eine offene Seitentür gekotzt dabei aber weiter gespielt so dass eigentlich niemand bemerkt hat dass ich gerade die Bühne verlassen hatte. Man hat mir danach gesagt, dass das eine unserer allerbesten Shows war aber ich kann mich nicht daran erinnern. Diese Show wurde sogar noch verrückter. Der Club hatte eine Unterkunft für uns arrangiert und als wir dorthin kamen wurde uns gesagt dass am Anfang der Woche jemand von einer anderen Band ein Mädchen mit dorthin gebracht hatte. Das Mädchen war total high und wurde letztendlich vergewaltigt. Das zu hören war wirklich beklemmend aber noch viel schlimmer war, dass die Polizei den Teppich und die Kissen der Möbel mitgenommen hatte, so dass für uns und unserer Crew gerade mal eine Matratze übrig geblieben war die wir uns teilen konnten und der Fußboden war kahl.  Wir haben uns dafür entschieden alle wach zu bleiben und zu trinken weil keiner von uns bequem würde schlafen können. Es war viel zu unangenehm dort zu schlafen.  Das war wahrscheinlich der verrückteste Gig. Es gab außerdem noch eine Schlägerei die sich während wir spielten bis auf die Bühne ausgebreitet hat aber die Sicherheitsleute hatten das schnell im Griff und es war keine große Sache.

Die meisten anderen abgefahrenen Geschichten handeln davon dass wir betrunken blöde Sachen gemacht haben. Ich erinnere mich an den Dezember 2009, wir haben mit den Waxies aus Grand Rapids, Michigan and den Hexbombs aus Kalmazoo, zwei der Bands mit denen wir am liebsten touren, gespielt. Die sind letztendlich alle in meinem Haus gelandet weil das Nahe einer der beiden Städte war in denen wir gemeinsam aufgetreten sind. Die Hexbombs haben Miles Anderson (der Gitarrist der Waxies) überredet zu versuchen auf einem Fahrrad zu fahren das verkehrt herum an einem Balken in meiner Garage hing damit sie ein Foto davon machen können (wir waren alle ziemlich durch). Der Balken konnte sein Gewicht nicht halten und ist gebrochen (das ist passiert während ich im Bad war). Als ich zurück kam waren alle dabei den Balken mit Klebeband zusammen zu flicken. Dann, in der folgenden Nacht, nach unserem Gig hat Johnny unseren Wagen in der Ladezone mit laufendem Motor stehen lassen. Die Hexbombs hatten Zak überredet das Auto um die Ecke zu fahren. Als Johnny wieder raus kam hat er fast geweint weil der Wagen mit all unserem Equipment weg war. Er hat fast eine dreiviertel Stunde gewartet bis er uns davon erzählt hat weil es ihm so peinlich war. Wir konnten alle sehen wie angespannt er war, sogar das Personal vom Club. Am Anfang war es richtig lustig, dann fast ein bisschen traurig, aber als er es endlich über sich gebracht hatte uns davon zu erzählen war es wieder sehr lustig. Traurigerweise wurden die Waxies in dieser Nacht tatsächlich bestohlen, es ist aber nichts von großem Wert weg gekommen.

Roisin Dubh: Wo tretet ihr eigentlich am liebsten auf?


Don Zuzul


Don: Unser Lieblingsort um Konzerte zu geben… Wir haben uns auf vielen Bühnen sehr wohl gefühlt. Ich denke, die die bis jetzt am meisten heraus sticht war beim Michigan Irish Music Festival: nicht, dass ich sagen würde es gibt einen Ort an dem es nicht schön ist zu spielen. Es gibt eine ganze Menge Clubs die wir mögen, aber dieses Festival war am aller gastfreundlichsten zu den Musikern. So was hatte ich vorher noch nicht erlebt. Die Bühnen und der Sound waren hervorragend, es waren jede menge Leute dort, wir haben eine Rekord-Anzahl an T-Shirts und CDs verkauft, Bier und Essen waren umsonst und obwohl wir gleich am ersten Tag des Festivals gespielt haben durften wir das ganze Wochenende mit All Access bleiben. Letztendlich sind wir das ganze Wochenende da geblieben, haben mit den anderen Musikern gefeiert, wurden gemästet und sind vom Personal verwöhnt worden.

Mein ultimativer Traum ist es einmal auf der Hauptbühne der Warped Tour zu spielen. Wir arbeiten an der Ernie Ball Stage dort aber ich bin gierig und will mehr Aufmerksamkeit für uns. Die ganze Wahrheit ist das es mir egal ist wo wir spielen, solange wir vor Leuten spielen die unsere Show genießen. Ich glaube der wirklich Traum ist es eigentlich genug Fans zu haben um sich ganz und vor allem vollzeit dem Konzertgeben und CDs Aufnehmen hingeben zu können. Ich kenne viele Musiker, sogar etwas bekanntere als uns, die Arbeiten müssen wenn sie nicht auf Tour sind. Mein Traum ist es also auf Bühnen zu spielen, die es mir ermöglichen alles zu geben ohne mir Sorgen darüber machen zu müssen wie ich meine Familie ernähre oder das der Strom abgestellt wird während ich auf Tour bin.

Roisin Dubh: Was hörst Du im Moment so?

Don: Ich selbst habe gerade einen alten Favoriten meines Vaters ausgegraben. Ein Album das ich solange ich denken kann immer geliebt habe, Neil Young`s „Live Rust“. Ich mag wie roh und schnörkellos der elektrische Anteil des Albums ist. Das war das Lieblingsalbum meines Vaters als er noch gelebt hat und ich hatte es immer noch nur als Vinyl aber vor ungefährt zwei Wochen habe ich mir endlich die CD gekauft und habe es wieder ganz oft gehört.

Zak hat von mir vor einiger Zeit „Modern Artillery“  von The Living End bekommen und er hat sich gleich in diese Band verliebt. Er hat inzwischen all ihre Alben bei itunes runter geladen. Das ist lustig weil es ihn in den letzten zwei, drei Monaten stark  beim Songschreiben beeinflusst hat.  Er hat verschiedene Lieder geschrieben die fast wie The Living End klingen, nur mit unserer düsteren Sensibilität. John hört im wahrsten sinne des Wortes alles.  Er stellt seinen kompletten Ipod auf shuffle. Es ist immer lustig mit ihm im Auto zu fahren weil er von Dave Brubeck zu the Meatmen wechselt und von Rush zu den Jackson 5. er liebt einfach alles was gut ist ohne einen Sinn für ein besonderes Genre oder einen bestimmten Stil zu haben. Er ist sehr eklektisch.

Roisin Dubh: Ich bin von euren Texten sehr beeindruckt. Ich hatte eigentlich die typischen 08/15 Sauflieder erwartet und war sehr positiv überrascht das genaue Gegenteil zu hören. Wie entstehen eure Texte?

Don: Unsere Inspiration kommt aus dem Leben. Bevor ich ein Vollzeit Musiker wurde war ich Artillerist und dann Sanitäter bei der Armee. Ich bin viel gereist und habe viel Lebenserfahrung. Und wir sind alle gebildete Leute. Zak hat einenHochschulabschluss in Geschichte; ich in Kunst und Grafik Design. John ist ein Geschäftsmann. Wir  bringen alle eine Menge Lebenserfahrung mit. Ich weiss, dass einige Leute denken das es ein Makel ist ein Trinker zu sein, aber wie Shane MacGowan sagt: „ Betrunkene sind gewitzter als arbeitende Leute weil sie ausgehen und reden und von anderen Menschen lernen während Karrieremacher sich nur um ihre Arbeit sorgen; die betrunkenen leben ihr Leben“ Viele Dinge die Menschen passieren rufen Emotionen hervor. Wir sind nicht die Art von Menschen die unsere eigene Menschlichkeit und unsere eigene Sterblichkeit ignorieren. Auf meinem linken Arm habe ich eine Tätowierung, einen Totenkopf umrandet von Weintrauben und Flaschen, mit den Worten „En Vino Veritas“. Wir haben ein paar „gute Laune Trink-Lieder“ aber die Leute vergessen zu oft das das Leben nicht nur aus guten Zeiten besteht. Ich finde wenn man nur über gute Sachen schreibt und die Themen über die wir schreiben ignoriert dann erschafft man ein Märchen aus dem man nie erwachen wird. Wenn man der besten Musik, geschrieben von Shane MacGowan oder Dave King von Flogging Molly oder noch spezieller Tony Duggins von den Tossers, oder irgendeinem Künstler der sein Herz auf der Zunge trägt, zuhört findet man die brutale Wahrheit in ihren eher emotional geladenen Liedern. Hör Dir „Black Friday Rule „ von Flogging Molly an. Dieses Lied ist so voller Emotionen dass ich mich durch reine Empathie in die Geschichte hinein versetzen kann. Wenn ich mich wirklich antreiben will habe ich Playlists mit verschiedenen  Songs dieser Art die ich aufgelistet habe um mich in verschiedene Stimmungen einfühlen zu können. Wir wollen unbedingt Musik machen in die sich andere heute so herein fühlen können wie wir in die Musik unserer Helden. Das ist es was uns inspiriert; unsere eigenen Emotionen und Gefühle.

Roisin Dubh: Noch zwei kurze Fragen zum Schluß

Was war Dein allererstes Album?

Don: Das erste Album…An das erste Album, das ich mit meinem eigenen Geld gekauft habe kann ich mich nicht erinnern. I weiss noch dass ganz viele Singles bekommen habe als ich ein kleines Kind war. Ich erinnere mich aber an die erste CD die ich gekauft habe, das waren die Stone Temple Pilots. Das erste Album das ich selbst aufgenommen habe war mit den gleichen Kerlen von den Tosspints etliche Jahre bevor wir die Tosspints wurden. Es war ein Demo für eine Hard Core Punk Band die wir gegründet hatten und sich PCOA nannte. Das Album war wirklich dreckig und sehr schlecht aufgenommen. Ich bin eigentlich froh, das es niemals irgendwo hin gegangen ist. Die anderen beiden hatten etliche andere Alben. Ich habe 15 Jahre lang gespielt bevor ich überhaupt einen Titel aufgenommen habe. Ich war immer Bühnen Musiker und das Studio liegt mir nicht so. Ich bin aber jetzt besser geworden, nachdem ich ein paar Mal drin war.

Roisin Dubh: Was ist der Klingelton Deines Handys?

Don: Ich habe verschiedene Klingeltöne auf meinem Handy. Der für`s Geschäftliche ist Musik vom Videospiel Pac Man, der zweite ist Ton für Anrufe meiner Familie und von freunden ist „Ever Fall in Love With Someone You Shouldn’t Fall in Love With” von the Buzzcocks und mein Voicemail Klingelton ist „Wanderlust King” von Gogol Bordello.


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