Shamrock Castle 2012
Acoustic Revolution

Bastards on parade ~ the spanish scene sucks!

von

margin: 10px; border: 0pt none currentColor;Bastards on parade, eine junge aufstrebende Punk Folk Band aus Spanien. Bei ihrem letzten Deutschlandkonzert im “K19″ in Kassel traf Sören vor ihrem Auftritt den überaus freundlichen Frontmann und Sänger David Backstage und stellte ihm ein paar spontane Fragen.


(Sören) Hallo David, als erstes – kannst du uns kurz sagen wer Bastards on parade sind! Wo kommt ihr her? Was für Musik spielt ihr?

(David) Hi, wir sind Bastards on parade, eine Punk Folk Band aus Coruña (Galicia) – Nord-West-Spanien, wir sind 6 verrückte betrunkene Bastards, die versuchen Spaß zu haben und überall betrunken zu sein.

(Sören) Ich denke, die Frage hört ihr öfters. Euer Bandname ist gleichzeitig ein Liedtitel der Dropkick Murphys, wie ich sehe, haben einige von euch auch Shirts dieser Band an. Habt ihr den Namen wegen dem Lied der Dropkick Murphys gewählt oder gefallen euch nur die 3 Worte “Bastards on parade”?

(David) Yeah, wir lieben das Konzept – wir sind 6 Bastards, welche all die Tage on tour betrunken sind und natürlich lieben wir auch den Song der Dropkick Murphys, wir lieben Punk Rock, Bagpipes usw. Wir mögen halt das Konzept und die Botschaft hinter dem Namen.

(Sören) Die Dropkick Murphys sind die wohl erfolgreichste Punk Folk Band der Welt, sie haben ausverkaufte Konzerte, gerade erst in Deutschland Hallen mit mehreren Tausend Zuschauern gefüllt. Aus Spanien kennt man nicht viele Bands. Spontan fällt mir nur Skontra ein, deren CD ich letztens rezensiert habe. Kannst du mir ein paar Worte über die Spanische Szene sagen!

(David) Die spanische Szene “SUCKS”! Das ist das einzige was ich spontan dazu sagen kann. Wir haben nicht viele Punk Folk Bands, da gibt es Skontra und ein paar andere kleine Bands. Ansonsten gibt es viele Bands, die wir mit Europe vergleichen. Wie gesagt, die spanische Szene sucks!

(Sören) Ich denke, ihr wünscht euch ein paar mehr Bands in Spanien, oder?

(David) Auf jeden Fall! Es gibt ja ein paar, aber nicht so viele. Meine Lieblingsband sind The Bad Bloods aus Madrid, sie spielen Hardcore Punk, die sind wirklich richtig klasse. Dann gibts noch die Drink Hunters, eine junge Punk Folk Band, die sich gerade neu gegründet hat. Ansonsten sieht es eher mau aus. Ach ja, es gibt noch Scarmento, eine Band aus unserer Ecke.

(Sören) Ihr seid jetzt gerade für 4 Konzerte in Deutschland, Kassel ist heute der letzte Termin. Wie gefällt es euch? Wie findet ihr das deutsche Publikum?

(David) Genau, wir spielten gestern in Chemnitz, dann noch in Oberhausen … Emden, in Tobis Irish Pub – eine richtig coole Location – und heute dann in Kassel. Wir sind das erste Mal in Deutschland und wir sind extrem beeindruckt. Die Leute, die Szene, die Orte an denen wir spielen … das ist alles total verrückt für uns. Wir sind jeden Tag betrunken, jeder versucht uns betrunken zu machen. Andauernd sagt wer, kommt trink ein Bier mit mir, trink ein Whiskey mit mir usw. Das ist total verrückt.

(Sören) Na ja, aber dafür redest du immer noch sehr gut Englisch!

(David) (lacht herzlich) Ja, ich versuche es zumindest.

(Sören) Auf euer MySpace Seite habe ich gesehen, dass euer Tourkalender sehr voll ist. Wie macht ihr das? Wie könnt ihr das mit eurem Privatleben vereinbaren? Was macht ihr neben der Musik? Arbeitet ihr? Studiert ihr? Oder könnt ihr (unglaublicherweise) schon von der Musik leben?

(David) Nein, wir sind alle anderweitig beschäftigt. Einer von uns studiert, einer hat eine Bar und die anderen sind auch alle beschäftigt. Wir sind alle erst 21, 22, 23 Jahre alt. Im Moment ist das das Leben, was wir wollen. On tour sein, trinken und gemeinsam abhängen.

(Sören) Als junge aufstrebende Band aus Spanien ist man nicht so bekannt. Wie seid zum Beispiel hier nach Deutschland gekommen? Wie organisiert ihre eure Konzerte? Wer plant das Ganze?

(David) Wir schreiben sehr viele Mails und fragen bei Veranstaltern und Locations an: “Können wir spielen, können wir spielen…”. Das Ganze ist wirklich nicht so leicht, wir sind unbekannt, aber wir haben Freunde und Bekannte … genau wie dieser Typ hier (Anm. der Redaktion: der Veranstalter des K19 kommt in den Backstagebereich). Solche Typen mögen wir, das macht es etwas einfacher.

(Sören) Du hast erwähnt, dass ihr Punk Folk Bands und Punk Rock liebst, hast du irgendwelche musikalischen Helden oder Vorbilder?

(David) Ein Held ist natürlich Shane MacGowan, wie könnte es anders sein. Persönlich mag ich auf jeden Fall Tim Amstrong (Anm. der Redaktion: Gründer der Band Rancid).

(Sören) Wenn du die Chance hättest ein einziges Konzert mit einem berühmten Musiker oder einer berühmten Band zu spielen, wen würdest du wählen? Auf wen würde die Wahl fallen?

(David) Shane MacGowan natürlich.

(Sören) Das ist ja prinzipiell noch möglich, er lebt noch. Da stellt sich die Frage. Habt ihr mit Bastards on parade irgendwelche musikalischen Ziele, wollt ihr erfolgreich sein und auch mal so berühmt wie die Dropkick Murphys? Wie wichtig ist euch Erfolg?

(David) Ich persönlich mag es nicht nach verkauften Platten beurteilt zu werden, Erfolg und Berühmtheit ist nicht alles. Wir wollen Musik machen, wollen on tour sein und genau die Dinge machen, auf die wir Lust und Laune haben. Wollen gemeinsam durch die Welt reisen, wollen neue Leute treffen, neue Orte kennenlernen und einfach Spaß haben. Das ist alles was wir wollen.

(Sören) Viel fahren gelingt euch ja gerade sehr gut, ihr spult tausende Kilometer ab und verbringt viel Zeit auf Autobahnen.

(David) Ja, das stimmt allerdings. In Spanien sind wir gestartet, sind dann über Frankreich nach Holland gefahren, saßen 12 Stunden und mehr im Auto und haben nicht wirklich geschlafen. Wir waren echt müde, aber das ist das verrückte Leben, welches wir im Moment über alles lieben.

(Sören) Ihr seid eine junge Band, ihre habt euch erst 2007 gegründet. Ihr habt aber schon 3 EP’s. Eure neuste Platte ist “Death shore pirates”. Erzähl uns ein bisschen was über die Platten, wie war die Zeit im Studio, wie lange habt ihr aufgenommen und wir habt ihre diese Studioaufenthalte finanziert?

(David) Finanziert haben wir das Ganze selber, wir haben ein paar Gigs im Vorfeld gespielt und das Geld für das Studio verdient. Dann haben wir alles selber gemacht und sind ins Studio. Allerdings war die Zeit im Studio echt kurz. Die neuste EP haben wir an 3 Abenden aufgenommen, ging also alles recht schnell.

(Sören) Wie bereits gesagt, die EP ist recht neu, plant ihr trotzdem in naher Zukunft ein erstes Full-Length-Album? Spielt ihr heute Abend schon neue Lieder, die man noch nicht von den EP’s kennt?

(David) Fakt ist, dass wir unser erstes Album vorbereiten. Geplant ist die Veröffentlichung für April/Mai. Wir haben die meisten Songs dafür fertig und spielen auch ein paar heute Abend.

(Sören) Ein neues Album? Super, das könnt ihr uns von celtic-rock.de dann ja zuschicken und wir rezensieren es (lacht)!

(David) Natürlich, wir mögen eure Seite und ihr seid die ersten, die die Platte bekommen.

(Sören) Ich denke, das Internet und eure MySpace Seite werden das Album dann ein wenig bewerben. Was hältst du vom Internet? Hilft euch das Internet ein wenig?

(David) Wir wären nicht hier, wenn es das Internet nicht gäbe. Allerdings bin ich nicht so der Technikfreak. MySpace und die anderen Dinge machen meine Bandkollegen. Die haben da mehr Interesse. Das ist total wichtig.

(Sören) Genau, dafür sprichst du Englisch. Wie ich vorhin gemerkt habe, können deine Kollegen ja kein Wort Englisch.

(David) Das stimmt allerdings. (und lacht wieder laut los).

(Sören) Um auf Tour zu sein und Alben aufzunehmen muss man viel üben. Wieviel Zeit investiert ihr in eure Musik? Wie oft probt ihr? Jeden Tag oder nur ein paar Mal die Woche?

(David) Nicht jeden Tag, ich studiere und bin an einer Universität, ein anderer lernt zum Beispiel Feuerwehrmann. Da gibt es auch andere wichtig Dinge, um die man sich kümmern muss. Dennoch spielen 4 Mal in der Woche zusammen und verbringen die Zeit im Proberaum.

(Sören) Dominator, die heutige Vorband, betritt gerade die Bühne. Ich denke, in 2-3 Minuten könnte es hier sehr laut werden. Unseren Interviewpartnern stellen wir am Ende noch ein paar typische Standardfragen, die man nicht so ernst nehmen sollte. Einfach spontan darauf antworten, wenn möglich.

Whiskey oder Guiness?

(David) Beides (lacht)

(Sören) Live oder Album?

(David) Das hängt von den Bands ab! Punk Folk Bands auf jeden Fall live.

(Sören) Vinyl oder Album (CD)?

(David) Natürlich Vinyl!

(Sören) Was ist dein Klingelton auf deinem Handy?

Drunken lazy bastards von The Mahones!

(Sören) Das wars, danke David für das spontane Interview so kurz vor der Show? Das hat Spaß gemacht! Genießt nachher die Zeit auf der Bühne und habt Spaß. Ich persönlich freue mich auf euren Auftritt!

(David) Ich muss mich auch bedanken, danke, dass du so weit gefahren bist. Genieß unseren Auftritt und Grüße an Daniel. Celtic-Rock.de ist ein feine Seite und wir mögen eure Radiosendung “Fire in the pub”!

 

Fotostrecke

[Galerie nicht gefunden]

(Interview und Übersetzung: Sören)

Autor/in: 186 Beiträge | » Website

2 Kommentare
  1. daniels sagt:

    Danke für die Grüße, aber das Lob für “Fire in the pub” gebührt nicht mi :roll: r

  2. wittmaso sagt:

    Hier noch ein paar Bilder vom Abend (oben (unter) dem Interview ergänzt) :-)

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