Don’t go slow ~ Cut grass (1997)
von celtic-rock
Erinnern sie sich noch? Borussia Dortmund gewinnt die Championsleague, Schalke 04 den Uefa-Cup, Jan Ullrich steht bei der Tour de France als erster Deutscher ganz oben auf dem Podest und die Sonde Pathfinder landet auf dem Mars. Ja, das waren nur einige wichtige Ereignisse im Jahre 1997. Aus diesem Jahr stammt auch das vorliegende Album “Cut grass” der Band Don’t go slow.
Don’t go slow wurden im Mai 1995 gegründet und waren dann 6 Jahre ziemlich aktiv. Danach wurde es ruhig um die Band, bis sie sich dieses Jahr wieder gefunden hat. Passend zur Wiedervereinigung der Band erreichte uns eine gebrannte und von Hand beschriftete CD mit einem kleinen 2 Seiten Booklet. In der Art, wie ich finde, eigentlich nicht rezensierbar, aber die Musik auf der Platte entschädigt einen dann ein wenig (auch wenn die CD bei mir mitunter einige Hänger hat!). Don’t go slow beschreiben ihre Musik selber als Urban-Folk, orientiert am druckvollen englischen Folk a la Wholesome Fish, Pogues und der Experimentierfreude Richard Thompsons. Auf der CD befinden sich zum größten Teil eigene Kompositionen vom Sänger und Gitarristen Rondy Rußbüldt, in denen auch immer mal wieder irische Tunes und Weltmusiken entstaubt werden.
Musikalisch wird auf der CD eigentlich alles geboten, schnellere Nummern, langsame Nummern, rockige Nummern sowie eine Hand voll Traditionals. Die Instrumente werden allesamt beherrscht und die Produktion ist durchweg solide. Da uns erste jetzt die Scheibe erreicht hat, ist der Bandname allerdings nicht ganz zutreffend. Man kann also nur hoffen, dass die Band jetzt etwas Fahrt auf nimmt und das musikalische Potential in die Waagschale wirft und zu neuen Ufern aufbricht. Die CD zeigt auf jeden Fall, dass (traditionelle) Folk- und Weltmusik eine sehr zeitlose Musik ist, die keinen Trends oder musikalischen Strömungen folgt bzw. folgen muss. Die Lieder könnten allesamt auch erst vor ein paar Wochen aufgenommen wurden sein.
Ich denke, die CD kann die Band, so wie wir sie erhalten haben, auf keinen Fall verkaufen – das wäre eine kleine Frechheit. Vielleicht bekommt man die CD ja geschenkt, wenn man nett anfragt. Mit der Rezension haben wir der Band gerne ein wenig geholfen, jetzt kann man nur hoffen und sich wünschen, dass schnell was Neues von Don’t go slow veröffentlicht wird. Wir sind gespannt! Beim nächsten Mal erwarten wir eine richtige CD – nichts anderes!
Trackliste
- Henry Martin
- The reason I left Mullingar
- Buchan Miller
- Bushes & Briars
- Irish Washerwoman
- Leezy Lindsay
- The trees are getting high
- To the beggin’
- Wild montain thyme
- Out to the cow / into the camel pain
- Mountains of Mourne
- Shule Aroon
- Cut grass
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