Black Bones ~ Pirates of the coast (2009)
von celtic-rock
Piraten Metal ist eigentlich nichts neues. Schon Ende der 80’er produzierten Running Wild mit ihrem “Under Jolly Roger” Album ein Metal Album, welches sich stark mit der Thematik der Piraten beschäftige. Erstmals sah man auf einem Albumcover ein Piratenschiff, Pistolen, Säbel, Dreispitz und Schatztruhen. Als 2003 der Erfolg der Fluch der Karibik Filme mit der Hauptfigur Captain Jack Sparrow begann, sah man später auch weitere Bands, die mit Totenkopf-Flagge und Augenklappe die Musikszene bereicherten.
Bands wie Alestorm (Schottland) oder Swashbuckle (USA) sind im Moment extrem erfolgreich und touren (mit einem Label wie Nuclear Blast im Rücken) fleißig durch ganz Europa und Amerika. Während Alestorm sich dem Power Metal und Swashbuckle dem Trash Metal zuordnen lassen, kann man Black Bones eher im klassischen Heavy Metal Bereich wieder finden. Sie selber beschreiben ihre Musik als Mischung aus Theater, Hard Rock und Folk.
Black Bones existieren seit 2005, bis zum heutigen Tag wechselte die Bandbesetzung mehrmals. Black Bones sind im Moment Capt. A. J. Blood, Alex G. B. Spades, Symon Ravenbones, C. J. Hellectricbass, Ale Themhaf und Gill Mc Gee. Mit “Pirates of the coast” entdeckte das erste Full-Length Album der Italiener nun im Jahre 2009 das Licht der Welt. Bei dem Album handelt es sich um ein 45-minütiges reines Konzeptalbum mit 11 Songs inkl. 2 Bonustracks. CD und Booklet Gestaltung widmen sich auf ganzer Linie dem Piratenthema. Erzählt werden Geschichten und Abenteuer aus der Welt des Piraten Gill Mc Gee und seinem Rivalen Captain Blood.
Für ein Debütalbum ist „Pirates of the coast“ mehr als gelungen. Musikalische Highlights sind eindeutig Lieder wie “We will rise again” und “The rattling bones of Gill Mc Gee“. Erst genanntes ist ein schnelle Metalnummer mit einem sehr präsentem Bass, zweit genanntes das beste Stück auf dem Album. Dieses Lied habe ich, zum Leidwesen meiner Freundin, beim ersten Anhören im Auto gleich 15-20x hinter einander gehört. Dieser Refrain macht einfach süchtig…
Aber auch Lieder wie “Seaquest“, “The demon’s lair“, “Drunk up me mateys” und “End of time” sind kleine Ohrwürmer. Das Piratenthema wird musikalisch gut umgesetzt. Gesang und Chöre harmonieren und passen gut zueinander, auch die Instrumente wissen Black Bones perfekt zu bedienen – gemeinsam ergibt sich ein sehr gutes Metalalbum, auf dem gewisse Punk- und Hardrockeinflüsse, aber auch Metaleinflüsse der 80’er und 90’er nicht zu überhören sind. Mein CD-Regal hat dieses Album sehr bereichert. Hörer, denen erst genannte Bands wie Running Wild, Alestorm oder Swashbuckle thematisch und musikalisch gefallen, sollten auch an diesem Album ihren Gefallen finden. Kann man nur hoffen, dass Black Bones auf das vorbei fahrende “Piratenschiff” aufspringen können und mit diesem Konzept Erfolg haben. Zu wünschen sei es ihnen.
In diesem Sinne, Säbel wetzen und Piratenflagge hissen!
Trackliste
- Pirates of the coast
- We will rise again
- Seaquest
- Burning Soul
- The Demon’s lair
- Drink up me mateys
- The rattling bones of Gill Mc Gee
- Captain blood
- End of time
- Bonus track: Good Times
- Bonus track: Rock ‘n’ Roll
Homepage | Myspace | Bestellen | Medienbox | Über Rezensionen


Mai 2012:
April 2012:
März 2012:












