Across the border in Remchingen
von celtic-rock
Was macht man an einem 31. Oktober eines jeden Jahres? Genau, entweder man geht zu einer Halloween Party oder man macht was komplett anderes, weil einen der ganze Trubel zu viel wird. Auch wenn die letzten Jahre im Irish Pub in Stuttgart immer recht nett waren, bevorzugten wir diesmal die zweite Option – wir gingen zu einem Across the border Konzert. Da war zum Glück nichts zu spüren von Halloween.
Bei einem (Folk-)Punkkonzert erwartet man als Location nicht zwingend eine städtische Kulturhalle, da hofft man eher auf einen herunter gekommen Schuppen. Leider war es dann doch die städtische Kulturhalle – in Remchingen, ganz in der Nähe von Pforzheim. Moderner Bau, große Halle, eleganter Eingangsbereich und edles Ambiente. Na ja, was solls … beim nächsten Mal dann wieder der Schuppen!
Wieder Erwarten fanden sich an dem Abend so ungefähr 500 Gäste ein, so dass die große Halle doch recht gut gefüllt war. 15 Euro Eintritt war o.k., schließlich muss so eine Halle ja auch bezahlt werden. Pünktlich 20 Uhr betrat die Vorband Nature Fire die große Bühne. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde, allerdings bin ich auch froh, dass ich die Band bisher nicht kannte. Was geboten wurde war Rap mit Ska-Elementen. Die Trompeten und die Drums waren manchmal ganz o.k., aber der Gesang wollte so gar nicht gefallen. Nicht nur ich, sondern auch die anwesenden Zuschauer meinten das, denn der Applaus nach den Lieder viel spärlich aus oder wurde komplett weg gelassen. Die Jungs bemühten sich zwar, aber der Platz vor der Bühne und die Reaktionen zeigten, dass sie eigentlich fehl am Platz waren. Nach 45 Minuten war das „Schauspiel“ zu Ende und nach einer knappen halben Stunden (Umbau-)Pause ertönte das Intro von Across the border.

Plötzlich wurde es recht voll vor der Bühne und vom ersten Ton an gingen die Zuschauer in den vorderen Reihen richtig gut ab. Da wir öfter auf Konzerten in der Pforzheimer Ecke sind, sah man auch wieder die typischen Verdächtigen. Alle Lieder konnten fehlerfrei mitgesungen werden und die Shirts der pogenden Meute wurden recht schnell nass. Da in der Halle dennoch recht viel Platz war, konnten sich die Leute da vorne austoben ohne andere zu stören. Across the border präsentieren sich wieder fit (Anm. des Verfassers: eine Woche zuvor in Frankfurt war ein wenig der Wurm drin!) und rockten die Halle. Kurz vor 23 Uhr verabschiedeten sich Across the border von der Bühne, allerdings lies man die Jungs (und Nicole die Geigerin) nicht ohne entsprechende Zugaben gehen. Irgendwann kurz nach 23 Uhr war dann aber endgültig Schluß. Die Band machte es sich auf dem Trommelpodest gemütlich und beobachtete, wie sich die Halle allmählich leerte. Wir fanden den Abend klasse und waren froh uns nicht für das Irish Pub in Stuttgart entschieden zu haben.
(sw)
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