Shamrock Castle 2012
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The Sandsacks ~ Rebels & rovers (2009)

von

Cover_Rebels_and_roversNach ihrem 2007′er Erstlingswerk “Folkshow” erblickte kürzlich das zweite Album “Rebels & Rovers” das Licht der Welt. Der zweite Streich der vier Berliner Jungs (Christoph Maaß, Hagen Schaarschmidt, Sascha Schwarz, Daniel Neumann) überzeugt vom ersten Ton an mit feinstem Irish Folk, den genreüblichen Instrumenten und Melodien sowie einem guten und solidem mehrstimmigem Gesang.

Nach ihrer Bandgründung im Jahre 2002 beschränkten sich The Sandsacks ursprünglich auf mittelalterliche Klänge mit Dudelsäcken, Schalmeien und Trommeln und waren auch auf allerlei Bühnen mit dieser Art der Musik anzutreffen. Aus dem anfänglichen Spielmannstrio wurde schnell ein Quartett, welches neben den mittelalterlichen Klängen ab dann auch vermehrt traditionelle Irish Folk Musik spielte und bis heute spielt.

Als mitreißende Liveband haben sie sich in dieser Formation mittlerweile einen szeneübergreifenden Ruf erspielt und finden sich so auch auf allerhand großen und kleinen Festivals wieder. Erst am letzten Wochenende spielten sie mit Tanzwut, Saltatio Mortis, Cultus Ferox, Omnia und Eluveitie auf dem Schlosshof Festival im fränkischen Höchstadt an der Aisch. Wie es aussieht, scheint Berlin ein sehr gutes Pflaster für Musik von der grünen Insel zu sein. Larkin, The Cobblestones usw. haben wir hier schon vorgestellt, The Sandsacks reihen sich nahtlos mit in diese illustere Runde ein.

The Sandsacks

Ähnlich wie auf den CDs der Cobblestones, finden sich auch auf Rebels & rovers überwiegend traditionelle Stücke, die The Sandsacks typisch “irish” darbieten. Neben den weit verbreiteten Songs wie Banks of Sicily, Molly Malone oder Foggy Dew, die man schon zur Genüge auf anderen CDs gehört hat, finden sich aber auch sehr viele für die Masse eher unbekanntere Traditionells auf der CD, welches allein schon die CD besonders macht und sich so von vielen anderen Silberlingen abhebt. Hervorzuheben und eindeutig die Highlights des Albums sind hier wohl Dicey Riley, Banks of the roses und Haul on the Bowlin.

Haul on the bowlin’, the bully ship’s a-rolling,
Haul on the bowlin’, the bowlin’ haul!
Haul on the bowlin’, Kitty is me darlin’,
Haul on the bowlin’, the bowlin’ haul!
Haul on the bowlin’, Kitty comes from Liverpool,
Haul on the bowlin’, the bowlin’ haul!

Letzteres ist ein sehr rhythmisches und beschwingtes Stück bei dem man im zweiten Teil des Liedes eindeutig die mittelalterlichen Wurzeln der Band heraus hört. Der Großteil der Lieder auf Rebels & Rovers sind tanzbare und sehr lebendige Irish Folk Stücke, die in Pubs und Kneipen für eine ausgelassene Stimmung sorgen würden (und dies auch tun!). Die CD ist sehr gut produziert und der Sound passt, leider (und das trifft nicht nur auf The Sandsacks zu), kommen Studioalben nicht an Livedarbietungen heran. Die CD im heimischen Wohnzimmer hören macht auf jeden Fall Spaß, dennoch vermisst man dabei immer irgendwie feiernde Leute, das ein oder andere Guinness in der Hand und den typischen Geruch eines kleinen Irish Pubs. Trotzdem sollten sich Freunde des traditonellen Irish Folk diese CD so schnell wie möglich zulegen. Vielleicht wird man beim Hören auch gleich noch dazu animiert am nächsten Wochenende den Pub seines Vertrauens aufzusuchen … Auf jeden Fall sollte man öfter mal den Terminkalender der The Sandsacks checken, ein Konzertbesuch lohnt sich in jeder Hinsicht! Habe da persönlich schon sehr gute Erfahrungen gemacht!


Trackliste:

  1. Banks of Sicily
  2. The town I loved so well
  3. Farewell to Nova Scotia
  4. Fields of Athenry
  5. Irish Set III
  6. Dicey Riley
  7. Banks of the Roses
  8. Molly Malone
  9. Haul on the Bowlin
  10. Downfall of Paris
  11. Mac Pherson’s Farewell
  12. No Man’s Land
  13. Foggy Dew
  14. Pinch of Snuff
  15. Skip to my Lou

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