Acoustic Revolution
Shamrock Castle 2012

Shamrock Castle 2009

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Shamrock CastleViel zu kurz war die Nacht zuvor, aber die Vorfreude auf das Shamrock Castle lies die Müdigkeit gänzlich vergessen. Pünktlich 8 Uhr ging es also auf Richtung Waischenfeld. Für deutsche Autobahnen war die Fahrt recht stress- und staufrei, so dass wir nach einem kleinen Umweg über Bayreuth kurz nach 12 Uhr vor Ort waren.

Nachdem die etwas strenge Parkplatzeinweiserin überwunden war, wurde das Auto abgestellt, sich noch mal kurz gestärkt und hergerichtet und der Weg ging Richtung Eingang am kleinen Burgtor. Aufgrund sehr guter Organisation klappte alles recht schnell und diese kleine Burg konnte betreten werden. (An dieser Stelle nochmal ein großes Danke an Stefan von Fiddlers Green für den Eintritt)

Mitterweile strahlte die Sonne am wolkenlosen Himmel und die Stimmung wurde besser. Im Burghof war eine nicht so große Bühne aufgebaut und einige Zuschauer hatten sich bereits eingefunden. Nach einem kleinen Rundgang auf dem Gelände suchten wir einen der begehrten Schattenplätze auf. Zu uns gesellte sich Jary, der Drummer von Boggin Leprechaun (und Teammitglied von celtic-rock.de) und man philosophierte ein wenig über das Band-Dasein und allerlei nette Dinge. Kurz vor 14 Uhr musste er uns aber verlassen, denn der eigene Auftritt stand auf dem Programm.

Pünktlich 14 Uhr eröffneten Boggin Leprechaun das 1. Shamrock Castle. Für den Großteil der anwesenden Zuschauer durften sie noch kein Begriff sein, aber spätestens nach diesem Auftritt dürften sie sich in die Herzen vieler Zuschauer gespielt haben. Leider hatten sie “nur” 45 Minuten Auftrittzeit, aber diese nutzen sie sehr gut. Trotz der Hitze, die Sonne schien mit aller Kraft auf die Bühne, legten sie einen klasse Auftritt hin. Die Zuschauer feierten und schwitzen genauso wie die Jungs auf der Bühne.

Nach einer halben Stunde Umbaupause betraten Sava, die Band um Schandmaul Dudelsackspielerin Birgit Muggenthaler die Bühne. Nach dem rockigen Auftritt von Boggin Leprechaun wurde es jetzt etwas ruhiger und dudelsacklastiger. Sava, für die es erst der 3. Auftritt war, spielten viele Instrumentalstücke aus allerlei Ländern und Zeitepochen. Allerdings wurde auch ein Schandmaul Lied neu interpretiert. Der Auftritt war im Großen und Ganzen recht gut, allerdings merkt man Birgit Muggenthaler die jahrelange Bühnenerfahrung und das touren mit Schandmaul irgendwie an. Trotz der Nervosität beim erst 3. Auftritt, wirkte alles ein wenig zu routiniert, so dass bei uns der Funke nicht so recht übersprang.

Ruhig endete es und ruhig ging es weiter. Bardic betraten als 3. Band des Abends um 16:45 Uhr die Bühne. Das Duo Sarah-Jane Himmelsbach und Eddie Arndt-Himmelsbach schafften es trotz ihrer nur 2 Instrumente das Publikum mitzureißen. Die 75 Minuten vergingen wie im Fluge. Der kraftvolle Gesang überzeugte, die Beherrschung der Instrumente und die handgemachte Musik überzeugte und auch die Interaktion mit Publikum war sehr gut. Ein gelungener Auftritt von Bardic auf dem Shamrock Castle.

Nach den 2 eher ruhigeren Bands wurde es endlich wieder punkiger und härter auf der Bühne. Mr. Irish Bastard durften am noch frühen Abend ebenfalls 75 Minuten ihr musikalisches Können unter Beweis stellen. Die Band, neben Fiddlers Green, auf die ich mich am meisten gefreut habe. So manch nettes Konzert in der Vergangenheit habe ich da noch in Erinnerung. Auch dieser Auftritt wird in guter Erinnerung bleiben. Mr. Irish Bastard rockten, das Publikum zelebrierte eine Wall of Death (an diesem Abend Wall of love genannt), sprang und feierte und lies sich auch zu manchem Spielchen hinreißen. Feiner Auftritt!

Mittlerweile waren 6 Stunden ins Land gezogen und die vorletzte Band dieses Abends durfte die Bühne betreten. IRISHsteirisch, eine österreichische Formation rund um Sigi Lemmerer verbinden irische und steirische Klänge. Sie einzuladen spricht für die musikalische Vielfalt und Abwechslung, die das Shamrock Castle zu bieten hat. Uns persönlich hat es aber nicht so sehr überzeugt, so dass wir hoch auf den Aussichtspunkt gingen, lecker überbackene Kartoffeln aßen und die untergehende Sonne und die tolle Aussicht genossen. Von oben konnte man aber hören, dass die Band ebenfalls gefeiert wurde und sie wohl einige Fans im Publikum zu haben schienen.

Nach IRISHsteirisch sollte das Highlight des Abends folgen. Auf Fiddlers Green, die dieses Festival selber mit organisiert haben , warteten die Zuschauer gespannt und vor der Bühne wurde es enger und enger. Wer in letzter Zeit Fiddlers Green Konzerte erlebt hat, weis wie so ein Konzert beginnt. Beim Einlauf der Jungs feierte das Publikum und vom ersten Ton an wurde getanzt, gesprungen und gepogt vor der Bühne, was das Zeug hielt (manchmal auch etwas unfair!). Auch so mancher Crowdsurfer flog über einen, aber das gehört zu einem Rockkonzert dazu. Neben den derzeit aktuellen Liedern des Albums “Sports Day at Killaloe” wurden auch wieder ein paar ältere Stücke ausgepackt. Bei Donkey Riding hörte man nach 25 “Eseln” auf zu zählen. Zwischendurch gab es auch eine Abkühlung für das Publikum, durch Andre den Folkraider. Auch wenn ich persönlich nichts von Heiratsanträgen auf der Bühne mehr halte (zu oft gesehen), war der, der in Waischenfeld gemacht wurden ist, ein recht netter. Die Frau war überrascht, der Mann nervös aber am Ende gab es ein “Ja” von der Erwählten. Danach noch ein paar Lieder, Bugger off und Blarney Roses wie gewohnt am Ende und das 1. Shamrock Castle war vorbei.

Zusammenfassend kann man sagen: “Prädikat lohnenswert“! Wie uns Zuschauern schon mitgeteilt wurde, wird es auch 2010 wieder ein Shamrock Castle geben. Das hört man gerne. Wenn wieder alles so schön sein wird, der Wettergott ein “Shamrocker” ist und die Bandauswahl ähnlich gut, dann sollte es auch nächstes Jahr wieder ein schönes Fest werden. Dieses Jahr war es das auf alle Fälle…

DANKE Fiddlers Green und dem Concertbüro Franken für dieses tolle Event!
2010 … wir kommen wieder!


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