Irish Night im Sojus 7 Monheim
von daniels
Wann hat man in unserer Gegend schon Mal die Qual der Wahl? An diesem Samstag (22.08.09) in 10 km Umkreis gleich zwei Folk Rock Events. In Langenfeld im Freizeitpark spielten Fiddler’s Green und im Monheim Pipes And Pints und The Porters. Ich entschied mich für Letzteres.
Nachmittags wollte ich gegen 17.00 Uhr in Langenfeld mit der Familie ein bisschen Festivalluft schnuppern, aber eine Annäherung war nur gegen 15 EUR Eintritt pro Person möglich und das war mir dann doch für den nachmittäglichen Ausflug zu teuer. Also nichts von irischer Luft in Langenfeld gerochen, Kinder wieder eingepackt und auf den Abend gewartet.
Vielleicht wären ein paar Leute mehr ins Sojus 7 nach Monheim am Rhein gekommen, hätte die Stadt Langenfeld nicht gleichzeitig geladen, aber hadern nützt nichts. Ca. 150 Leute hatten den Weg in das kleine aber feine Veranstaltungszentrum gefunden und erlebten einen Abend, der es in sich hatte.
Um ca. 21.00 Uhr begannen Ronsdorfer 77 mit klassischem Punkrock. Auch wenn wenig (eher gar nichts) irisches dabei war, hat es mir gefallen. Als Opener war die Stimmung noch nicht ganz da, aber sie haben anständig eingeheizt und vorgeglüht.
Als dann die zweite Band des Abends Pipes And Pints gegen 22.15 Uhr die Bühne betrat, war der Bann gebrochen. Vojta der Piper heizte das Publikum von Anfang an ein und die Stimmung hielt sich bis zum Ende. Energiegeladener Dudelsack Punk aus Tschechien. Unterschiedlicher können Musiker kaum aussehen: an der Gitarre der Britpoper, am Gesang im Armystyle die Augenweide für das weibliche Publikum, am Schlagzeug ein bekennender Fan der Dreadnoughts, am Dudelsack der Irokese, und am Bass der Skatertyp. Klischees, die sich in der Musik aber nicht widerspiegelten. Eine Stunde pure Power, Spiel mit dem Pulikum und beste Stimmung mit tanzen und pogen.
23.30 Uhr war es dann Zeit für die Porters. Zuletzt hatte ich sie vor zwei Jahren gesehen, Seitdem hat sich in der Band viel getan. Umbesetzungen und eine Premiere an diesem Abend. Erstmals an der Fiddle: Silke – eine sympathische Erscheinung, die zu Beginn sichtlich nervös war. Wer will es ihr übel nehmen.
Nach einem starken Beginn mit einem meiner Lieblingslieder (Sam Hall, siehe unsere Reihe Storys behind the song) hatte sie dann im vierten Lied ihren Einstand. Los gings, aber die Geige war nicht zu hören. Kurzen durchatmen, dann ging es von vorne los. Die Whistles haben mir am Anfang ein bisschen bei den bekannten Liedern gefehlt, aber dann gefiel mir der neue Sound. Sie stand den Abend tapfer durch.
Volker, der Bandleader mit seiner schön dreckigen Stimme, machte eine souveräne Figur und führte stilecht durch den Abend. Neben Songs vom Album Anywhere but home wurden Cover und auch neue eigene Songs gespielt.
Hoffentlich gibt es bald mal wieder einen irischen Abend im Sojus und ich kriege es irgendwie mit!
Die Porters sind und bleiben eine meiner Lieblingsbands. Schade, dass das Konzert am Vorabend in Hamburg ausgefallen ist, die Porters im Indra (ehemals Starclub), das wäre in der Band-Biografie bestimmt ein andächtiger Termin geworden.
Links:
The Porters | Pipes and Pints | Ronsdorfer 77 | Sojus 7
Fotostrecke
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