Cromdale ~ Out of the dark (2005)
von celtic-rock
Ich wurde mit der Aufgabe betraut ein paar nette Worte über die Bielefelder Band Cromdale zu finden. Ich muss gestehen, dass es mir wirklich sehr schwer fällt objektiv zu bleiben, denn ich bin seit sehr langer Zeit begeisterter Fan dieser Band und ihrer Musik. Bei einer Vielzahl von Konzerten und Festivals habe ich die Jungs als sehr nette und überaus umgängliche Menschen kennengelernt und bin gar nicht mehr in der Lage was schlechtes zu sagen.
Dies ist bei der vorliegenden CD ‘Out of the dark’ bei aller Subjektivität aber eh kaum möglich. ‘Out of the dark’ ist nach den Album Forgotten Tales aus dem Jahr 2003 und After years aus dem Jahr 2000 das 3. Album von Cromdale. Auf dem Album befinden sich 10 Lieder mit einer Gesamtspielzeit von 47 Minuten. Einige Lieder stammen aus eigener Feder, einige Lieder sind allseits bekannte Traditionals, die Cromdale auf ihre eigene ganz bestimmte Art und Weise interpretieren. Auf ihrer Homepage schreiben sie recht treffend dazu “Die Cromdale-Magie – ist eine besondere Tinktur aus eigenen Kompositionen mit Einflüssen aus keltischem, nordischem und angelsächsischem Folk und Elementen aus moderner Rockmusik.”
Schon beim Opener ‘Claymore’ ist der unverwechselbare Stil von Cromdale zu erkennen. Besonders hervorzuheben ist hier wohl der Gesang von Thomas Senge der nicht nur Kopf dieser Band ist, sondern auch gleichzeitig der Mann an der Lead-Gitarre. Zur damaligen Zeit sah die Band noch etwas anders aus, als sie sich heute präsentiert. Aufgenommen haben diesen Silberling neben Thomas Senge noch Arnold Ottmann (E-Gitarre, Violine), Claus Korte (Akkordeon), Marco Sommer (Drums) und Peter Dreischmeier (Bass). Unterstützt wurden sie dabei von Colin Goldie, der in der Szene wohl einer der bekanntesten Pipes und Whistles Spieler sein dürfte. Mittlerweile haben einige Musiker die Band verlassen und wurden durch Guido Henrici (Drums), McAlbi (Knopfakkordeon), Antje Bahr (Mandoline, Geige) und Madiel (Dudelsack) ersetzt.
‘The Star of the county down’, Stück Nummer 2 auf diesem Album kommt flott daher und ist besonders durch das Akkordeon geprägt. Es folgt ‘Ho!’ eins meiner Lieblingslieder auf dem Album. ‘Follow me up to carlow’, wieder ein Traditional, ist geprägt durch den typischen Cromdale-Sound. Der ausdrucksstarke und beschwörende Gesang, die Rockgitarre, der Bass und die Drums harmonieren sehr gut, so dass diese “Interpretation” zu meinen Lieblingsversionen gehört. Absolutes Lieblingsstück ist eindeutig das folgende Stück ‘Robinson’. Dieses Lied überzeugt mich nicht nur auf CD sondern auch bei den Konzerten. Ich kann mich da an so manch nettes Konzert in der Vergangenheit erinnern. So wie hier eine Woche besungen wird, könnte ich sie mir auch sehr gut vorstellen…
Monday – he hangs around
Tuesday – he feels unbound
Wednesday – he dreams so sweet
Of the girl he wants to meet
Thursday – he sleeps a lot
Friday – he falls in love
Saturday – he has some fun
Cause a new life has begun
Nach diesem musikalischen Ausflug auf Robinsons einsame Insel folgt mit ‘Black sails’ ein weiteres Stück aus eigener Feder. Rhythmisch durch das Akkordeon getragen singen Cromdale in diesem Lied von einem Schiff mit schwarzen Segeln, gänzlich ohne Seemänner an Bord, welches leuchtend und unwirklich auf offener See aus dem Nebel erscheint. In Stück Nummer 7 wird über ‘Natascha’ gesungen, einem schönen Mädchen aus Russland. Man fragt sich an dieser Stelle, wer von den Musikern wohl von dieser russischen Dame träumt! War es Thomas Senge, welcher diesen Text geschrieben hat oder doch ein anderer?
Natascha is a pretty girl
So charming young and sweet
He hair is fair, her eyes are blue
This girl speeds up my lonely hearts beat.
‘Land of thousand hills’ ist ein ruhiges und besinnliches Stück, welches nach den ersten 7 Stücken genau zur richtigen Zeit kommt. Die letzten beiden Stücke sind wieder traditionelle Lieder. ‘Ye jacobites by name’ und ‘The mermaid’ wissen zu gefallen und bilden einen würden Abschluss dieser CD. Seit diesem Album sind mittlerweile 4 Jahre ins Land gezogen. Sowohl ‘Out of the dark’ als auch die anderen beiden Alben habe ich hundertemale gehört. Nicht nur ich, sondern auch der Rest der großen und treuen Fangemeinde wünscht sich demnächst mal wieder einen neuen Silberling. Mit den neuen Musikern an Bord wurden sie Segel für Cromdale neu gesetzt. Diese neuen Impulse sollten Cromdale nutzen und kreativ an neuem Material arbeiten.
Trackliste
- Claymore
- The star of the county down
- Ho!
- Follow me up to carlow
- Robinson
- Black sails
- Natascha
- Land of thousand hills
- Ye jacobites by name
- The mermaid
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