Abinaya ~ Corps (2009)
von celtic-rock
Etwas unerwartet lag diese CD vor geraumer Zeit in meinem Briefkasten und genauso überrascht wie ich von dem Päckchen war, war ich auch von dem überrascht, was ich dann zu hören bekam. Eigentlich passt diese CD nicht ganz in das Programmschema von celtic-rock.de denn was dem Hörer hier geboten wird, ist eine geballte Mischung aus Metal und Indierock mit französischen Texten. Aber jetzt wo die CD schon mal vorliegt, kann man auch ein paar Worte darüber verlieren.
Corps ist das letzte und zweite Album der Band. Aufgenommen und gemischt wurde es von K. Pandele in den Wavium Studios in Paris. Auf dem Album befinden sich 11 Songs mit einer Gesamtspieldauer von knapp 50 Minuten. Erschienen ist ‘Corps’ im März diesen Jahres.
Der CD lag ein Zettel bei auf dem diverse positive Bewertungen zu lesen sind, die das vorliegende Album in sehr hohen Tönen loben. Nachvollziehbar sind diese Aussagen nur bedingt, denn dem Album fehlt es meiner Meinung nach an großer Abwechslung, auch die Stimme des Sängers ist sehr gewöhnungsbedürftigt und auf Dauer sehr eintönig. Dem geneigten “Metalhead” dürften aber immerhin sehr viele Gitarrenriffs gefallen. Diese sind druckvoll produziert und laden mitunter zum wilden Kopfschütteln ein. Allerdings möchte man bei vielen Liedern, trotz des guten Metalsounds sofort zum nächsten Lied vorspulen, denn der besagte Gesang ist nicht nur eintöning sondern auch etwas nervig. Dies ist wohl das größte Manko dieser CD.
Aber man sollte nicht alles so schlecht reden an diesem Longplayer. Die musikalischen Tribaleinflüsse, im Wesentlichen Buschtrommel – Rhythmen, wissen mitunter zu gefallen und machen so manch monotones Lied ein wenig spannender und sorgen so für ein wenig Abwechslung. Von was Abinaya in ihren Lieder singen kann ich nicht sagen, denn der französischen Sprache bin ich weiterhin nicht mächtig.
Diese CD ist nicht für Leute gedacht, die auf Celtic Rock, Folk Punk, Irish Folk usw. stehen, sie spricht eher die Leute an, denen bei härteren Klängen ein Lächeln im Gesicht steht. Aber auch diese sollten lieber weiterhin Soulfly, Sepultura & Co. hören, da weis man wenigstens was einen erwartet. Neugierige und musikinteressierte Zeitgenossen könnten aber an dieser CD trotzdem kurzweilig ihren Gefallen finden. Eine große musikalische Zukunft kann man Abinya mit so einem Album leider nicht voraussagen … dafür ist das Gehörte einfach zu unspektakulär. Was Abinya präsentieren, haben andere Bands in besserer Manier schon vor vielen Jahren gespielt! Eine andere Stimme, englische Texte und mehr Innovation beim Lieder schreiben würde dieser Band auf jedem Fall nach vorn verhelfen. So wird das aber leider wohl eher nichts! Wenn ich Punkte vergeben müsste, würde dieses Album 5 von 10 bekommen.
Trackliste
- Corps
- Enfant D’Orient
- L’homme Libre
- Regarder Le Ciel
- Algo Mais (Quelque Chose De Plus)
- Les Labels
- Testament
- Le Chars De Police
- Partir Puis Revenir
- La Mort Des Amants
- Resiste
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