Weihnachten im Megaphon: The Mahones (D)
von daniels
Manche Bands sieht man nicht so oft, diese hier äußerst selten. Dabei sind sie echte Urgesteine aus dem Kölner Raum und seit mehr als 20 Jahren auf der Bühne. Leider habe ich immer ein bißchen Pech, wenn ich ein Konzert von ihnen genießen möchte. Aber wenigstens war ich am 23. Dezember 2008 in Burscheid dabei.
Das Megaphon ist ein Kultur- und Jugendzentrum in Burscheid, am Rande des Bergischen Landes. Schön abgelegen, gleich hinter dem Haus saftige Wiesen und links die A1, also bestens zu erreichen. Das scheinen mehr Leute gewusst zu haben, denn der Laden war pickepacke voll. Ich schätze 250 Personen in allen Altersklassen. Und das obwohl das einzige aufgehängte Poster unten im Foyer auch noch auf den 19. datiert war.
Anders als vor 7 Wochen zu Helloween, als ich sie auf dem Konzert im Opladener Scala sah. Dort waren in einem Raum für 500 Gäste vieleicht 30 zahlende Zuschauer. Und das wirkte sich aus. Von der ersten Minute an war Stimmung im Laden und es brummte. Mit seinem sympathischen kölner Slang und rheinischem Frohsinn spielt der Leadsänger Markus leicht mit dem Publikum. Mit Wortwitz und Charisma hat er die Herzen gleich erobert. Von Beginn an wird gesungen und getanzt. Das Repertoire ist gut durchmischt, einige Traditionals, neuere Cover und eigene Songs. Selbst vor eingefolkten 80-ies Songs machen sie keinen halt. Eingestreute Reggaesounds und Sprechgesang wirkten nicht künstlich, sondern haben dem ganzen eine besondere Entertainment-Note verliehen.
Aber auch die anderen Musiker und Musikerinnen sollen nicht unerwähnt bleiben. Das Repertoire reichte von Tinwhistle, Block- und Altflöte, Banjo, akustischer Gitarre, Akkordeon bis hin zum E-Bass. Auch eine Harfe habe ich auf der Bühne gesehen, weiß aber nicht, ob diese auch zum Einsatz kam. Leider musste ich in der Pause gehen, da meine Kinder krank mit Fieber zu Hause lagen und das hat mir doch keine Ruhe gelassen. Vielleicht kann aber noch jemand hier in den Kommentaren berichten, wie es weiter ging.
Auf alle Fälle eine klasse Band, die sich zurecht rühmt, zu den Urgesteinen der deutschen Folkrock-Szene zu gehören. Wer seinen Laden mal richtig in “Irish-Polka-Party-Musik-Ejakulate” versetzen will, der sollte sie (und das kleine Schweinchen) einladen.
Fotostrecke
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