Festival 2012
Festival 2012

Im Land Zwischen zwei Meeren die Zeit zwischen zwei Festivals überbrücken

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Interview mit Stefan Jürgensen, Mitveranstalter eines der größten deutschen Irish Folk Festivals in Poyenberg (Schleswig-Holstein), Bullyclub Poyenberg.

Am 13.6.2009 startet das neunte Irish-Folk-Festival Poyenberg. Ab heute beginnt der Kartenvorverkauf. Anlässlich dieses Datums stand uns Stefan Jürgensen zu einem E-Mail-Interview zur Verfügung und ließ uns ein bisschen hinter die Kulissen schauen.

celtic-rock: Hallo Stefan, vielen Dank, dass Du Dir ein bisschen Zeit für uns nimmst. Die Pause war nur kurz und die Vorbereitungen für 2009 laufen auf vollen Touren. Bist Du schon wieder aufgeregt?

Stefan: Ja so langsam steigt die Spannung wieder an denn in den nächsten Tagen werden überall wieder Anzeigen geschaltet und darauf hinweisen, dass der Kartenvorverkauf am 10.11.08 beginnt. Die Nachfrage ist jetzt schon riesig.

Das Original: Der Bully aus Poyenberg

celtic-rock: Die “freie Zeit” habt ihr ja auch gut genutzt. Bei dieser Gelegenheit Glückwunsch zur neuen Website! Wie habt Ihr denn den Sommer verbracht? Mit dem Bullyclub unterwegs gewesen? :-) Gibt es den noch und welche Bedeutung hat er für das Festival?

Stefan: Ja den Bully Club gibt es noch. Wir haben im Jahr so an die 10 Veranstaltungen, von der Kinderdisco angefangen, die immer recht gut besucht ist, bis zu Fahrten zu Musicals oder großen Sportereignissen. Da ist vieles im Programm. Einmal im Jahr veranstalten wir auch eine Versteigerung, wo alles unter den Hammer kommt was man im Haushalt nicht mehr braucht: vom Auto bis zur alten CD. Im Übrigen hat der Bully -Club Poyenberg an die 600 Mitglieder und ich bin jetzt im achten Jahr der 1. Vorsitzende.

Ohne den Bully Club würde es kein Irish Folk Open Air in Poyenberg geben. Denn nur durch die Unterstützung der Bully Club Mitglieder ist es möglich diese Veranstaltung durchzuführen.

Zur deiner Frage, was wir im Sommer so getrieben haben, gibt es einiges zu erwähnen. Wir waren vom Bully Club auf der Stör (ein Fluss in der Nähe von Poyenberg) mit 30 Kanus unterwegs oder haben uns damit beschäftigt das Open Air 2009 zu planen. Es wurde auch eine Insel Fete veranstaltet, um die “Dorfjugend” zu unterhalten.

Du siehst es gibt immer was zu tun.

Viele Helfer sind in Poyenberg aktiv

Viele Helfer sind in Poyenberg aktiv

celtic-rock: Das der Club so groß ist, habe ich nicht erwartet. Wenn man auf dem Festival war, hat man aber sehr schnell den Eindruck, hier ist die ganze Gegend unterwegs. Entweder hinter oder vor den Ständen. Aber wie bekommt man so viele Beteiligte unter einen Hut? Wer entscheidet über das Herz des Festivals, wer sucht die Bands aus und wie kommt ihr auf sie?

Stefan: Alle unter einen Hut zu kriegen ist gar nicht so ganz schwer. Also wir (der Bully Club Poyenberg ) sind Veranstalter und das Herz des Open Airs. Uns gehören die Eintrittsgelder und die Haupttresen auf dem Gelände sowie der Irlandstand. Die restlichen Stände werden von Vereinen aus der Umgebung betrieben, zum Beispiel hat der SV Peissen das Land Brasilien gewählt. Das bedeutet, sie bekommen von uns die Vorgabe ein landestypisches Essen und ein Getränk zu verkaufen, so wie einen kurzen Schnaps. Das Geld, was sie an ihrem Stand einnehmen, gehört ohne Abzüge dem Verein SV Peissen.

So ist für alle Vereine der Anreiz da, den schönsten Stand zu haben, um möglichst schon durch das Äußere beim Publikum zu punkten.

Die Bands suche ich aus und lege sie dann dem weiteren Vorstand vor. Danach wird entschieden, ob die Bands geeignet sind in Poyenberg zu spielen. Viele Bands, im Schnitt sind es so an die 40 bis 50 pro Jahr, bewerben sich direkt bei uns.

Aber wir schauen uns natürlich auch selber um, zum Beispiel auf eurer Seite, die ja mehr als genug an geilen Bands vorstellt. Natürlich gucken wir auch auf die anderen Festivals, um zu sehen was dort musikalisch angeboten wird.

Merchandising Poyenberg 2006

Merchandising Poyenberg 2006

celtic-rock: Die Bands für 2009 stehen ja bereits fest (Anm. der Redaktion: The Seer, Galahad, Paddy Goes To Holyhead, Cromdale, Rapalje, Sally Gardens). Ihr seit Eurer bisherigen Linie treu geblieben und habt ausschließlich Bands aus Deutschland ausgewählt. Ist das eher Zufall oder Konzept oder gibt es andere Gründe?

Stefan: Eigentlich sind wir bis jetzt ganz gut mit Bands aus Deutschland klar gekommen, aber es werden 2010 auch Bands aus dem Ausland dabei sein.

Im Übrigen kommen Rapalje ja auch nicht aus Deutschland sondern aus Holland, und wir hatten auch schon eine Band aus Irland Namens Gael Sly.

celtic-rock: Und weil hier nicht nachträglich manipuliert wird, bleibt der Faux Pas natürlich drin. Habe die Jungens von Rapalje Backstage bei Euch kennengelernt und vor kurzem noch das Bandporträt gemacht J.

Kannst Du zum Programm für 2009 etwas sagen? Wie schätzt Du es ein, hat sich etwas verändert zu den letzten Jahren? Ich habe den Eindruck, Ihr öffnet ein bisschen mehr in Richtung „verstärkte” Sounds und geht gleichzeitig ein Schrittchen weg von den rein irischen Klängen? Gibt es eine Band, auf die Du Dich besonders freust?

Stefan: Das Programm 2009 ist im Vergleich zu 2008 wieder etwas ruhiger geworden. The Seer ist zwar auch Folk Rock aber doch wesentlich ruhiger als Fiddlers Green. Auch die anderen Bands sind nicht rockiger wie z.B. die Keltics oder die Brouges. Mit Paddy Goes To Holyhead haben wir uns einen weiteren Top-Act gegönnt, der sowohl für traditionelle, aber auch für rockigere Sounds steht. Wir hoffen, dass wir auch 2009 wieder ein gut durchwachsenes Programm haben, in dem für alle musikalisch etwas dabei ist.

Ich persönlich freue mich sehr auf unsere “Mädels ” aus Rostock, den Sally Gardens und natürlich auf unsere Freunde aus Holland, Rapalje mit ihrer geilen Show.

Gespannt bin ich auf das, was uns die anderen Bands bieten werden, allen voran Paddy Goes To Holyhead und The Seer, aber auch auf das, was von Galahad und den Cromdales kommt. Auf jeden Fall wird es wieder eine anstrengende, aber auch  eine tolle Zeit wenn es heißt: Am 13.06.09 öffnen sich wieder die Pforten zum Irish Folk Open Air mit internationalem Markt in Poyenberg.

Wir sehen uns 2009!

Wir sehen uns 2009!

celtic-rock: Du hast es bereits einmal kurz angesprochen. 2010 ist zehnjähriges Jubiläum und das wollt ihr besonders feiern. Darfst Du schon ein bisschen verraten?

Stefan: Noch ist alles geheim, aber wir werden versuchen die letzten 9 Jahre zu toppen.

celtic-rock: Und nun noch unsere üblichen Fragen an jeden Interviewpartner zur Erforschung der Persönlichkeitsstruktur: CDs oder Schallplatten?

Stefan: Cds

celtic-rock: Live oder Album?

Stefan: Live

celtic-rock: Guinness oder Whiskey?

Stefan: Am liebsten Cola Korn, sonst Whiskey

celtic-rock: Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast. Wir sehen uns hoffentlich 2009 im Land zwischen zwei Meeren!

Stefan: Auf jeden Fall!


Das Interview führte daniels

Homepage Poyenberg Irishfolk


Über daniels

Begründer von celtic-rock.de im Sommer 2007.

Im Rahmen der Website übernehme ich zahlreiche Tätigkeiten. Neben den redaktionellen Tätigkeiten sind dies insbesondere technische Administration, Design und Kampagnenoranisation auf Myspace, Twitter und Co. sowie die Radiostation.

Neue Medien beschäftigen mich seit vielen Jahren auch beruflich und die Verbindung mit Musik erscheint mir als besondere Herausforderung.

Aufgewachsen bin ich mit den Pogues und das Konzert in Gießen mit Joe Strummer (1988) zählte zu den Highlights meiner Konzertbiographie. Wieder erweckt wurde die Liebe zu Musik mit keltischen Klängen beim Besuch des Festivals Interceltique de Lorient 2005.

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