Acoustic Revolution
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Larkin ~ Ab in’n Pub (2008)

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Es ist immer wieder ungewöhnlich und eine besondere Hörerfahrung wenn traditionelle Klänge mit deutschen Texten versehen werden. Ich finde es gehört auch eine Menge Mut dazu, schlechte Beispiele gibt es ausreichend. Sind wir es doch gewohnt meistens englische Wortfragmente wahrzunehmen und daraus Sinnzusammenhänge zu konstruieren. Was für die Briten normal ist, jede sprachliche Feinheit beim ersten Hören zu verstehen, ist für deutschsprachige Hörer längst nicht selbstverständlich.

Larkin fällt es aber vielleicht etwas leichter als anderen, weil sie mit Teilen Ihrer Musik auch in der Mittelalter-Szene zu Hause sind. Das neue Album „Ab in’n Pub” verbindet sprachlichen Witz und alle Klischees, die irish Folk so mit sich bringt auf sehr sympathische und gekonnte Art und Weise.

Gleich im ersten Lied lautet der Refrain:

Ein Hoch auf unseren Irish Pub
Ein Hoch auf Bier und Wein
Wir haun dem Wirt den Kopf vom Hals
schenkt er uns nichts mehr ein
Ein Hoch auf unser Wirtshaus

Aber keine Sorge es gibt durchaus noch andere Themen. Es wird das Zigeunerleben besungen, die Qual des Verlusts der Freiheit in der Ehe, verlorene Liebe, ein Geigerduell am Prenzlauerberg oder die Träume einmal alles hinter sich zulassen.

Doch bei allem Witz, der durch die dt. Texte entsteht darf der musikalische Teil nicht vergessen werden.  Larkin spielt bekannte und unbekanntere Melodien alter Traditionals sowie eigene Kompositionen (siehe unten). Insbesondere die Geige sticht immer wieder hervor. In den beiden Instrumentalstücken „Tam Lin” und „Kilfenora Set” spielen die Jungens aus Berlin ihr ganzes Können aus.

Vielleicht spielt Larkin ja auch mal in nem Pub bei uns in der Nähe und dann geh ich auch „Nich Na Hause”.

Tracklist ~ Vorlage des Songs

  1. Ab in‘ Pub! ~ Jolly Beggar (deutscher Text komplett neu)
  2. Zizizazigeuner ~ Raggle Taggle Gypsy (Nachdichtung)
  3. Herr im Haus
  4. Hans Gerstenkorn ~ John Barleycorn (Nachdichtung)
  5. Glenside Polkas
  6. Kongo ~ I Wish I was in England (freie Nachdichtung)
  7. Der Teufel kam nach Prenzelberg ~ The Devil Went down to Georgia (Nachdichtung)
  8. Maguire ~ Mick Maguire (Nachdichtung)
  9. Tam Lin
  10. Frau Qualvoll ~ Muirsheen Durkin (sehr freie Nachdichtung)
  11. Kilfenora Set
  12. Nich na Hause ~ Home by Bearna (komplett neuer Text)
  13. Doon Reel / The Glass Of Beer

Mehr Infos und die Liedtexte findet Ihr im Booklet zur CD. Cheers!

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Über daniels

Begründer von celtic-rock.de im Sommer 2007.

Im Rahmen der Website übernehme ich zahlreiche Tätigkeiten. Neben den redaktionellen Tätigkeiten sind dies insbesondere technische Administration, Design und Kampagnenoranisation auf Myspace, Twitter und Co. sowie die Radiostation.

Neue Medien beschäftigen mich seit vielen Jahren auch beruflich und die Verbindung mit Musik erscheint mir als besondere Herausforderung.

Aufgewachsen bin ich mit den Pogues und das Konzert in Gießen mit Joe Strummer (1988) zählte zu den Highlights meiner Konzertbiographie. Wieder erweckt wurde die Liebe zu Musik mit keltischen Klängen beim Besuch des Festivals Interceltique de Lorient 2005.

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