Abenteuer im Sauerland – ein Abend mit den Bleeding Hearts
von daniels
Bericht und Fotos vom Konzert am 5. Mai 2008 im Bradley’s Schmallenberg
Pfingstsamstag 2008 gegen 16.00 Uhr. Langsam setzen wir uns vom Rheinland Richtung Sauerland in Bewegung, ohne zu wissen was uns an diesem Abend erwartet. Ich bin mit den Bleeding Hearts zu einem Interview im Rahmen Ihres dortigen Auftritts verabredet…
Die Sonne auf der A4 scheint erbarmungslos auf das Auto wir reden ein bißchen darüber, was wohl heute auf uns zu kommen wird. Das Sauerland ist für mich relativ unbekannt und so begegnen uns langsam die ersten Hügel. Irgendwann bei Olpe ist die Autobahn zu Ende und dann konnten wir auf der Landstraße die Gegend in Ruhe begutachten. Nach ca. 40 Kilometern kommen wir dann in Schmallenberg an. Die Vorbereitungen laufen noch, wir finden den Eingang nicht, sehen aber fleißige Helfer auf der Dachterrasse bereits aufbauen.
Gegen 22 Uhr wird es dann ernst. Das Konzert beginnt. Die Hitze scheint leider die Besucher abgehalten zu haben, so sind zunächst einmal nur 20 Gäste anwesend. Im Laufe des Abends werden es vielleicht noch 30. Für diese war es aber ein privates Konzert der Spitzenklasse. Irgendwo sitzt ein Reporter von Radio Mülheim und macht ein paar Aufnahmen.
Den Auftakt und in der Pause sowie zum Ende spielte eine junge Mittelalter-Band aus Bad Berleburg: Ceritus Cantus. Eine nette Begegnung mit jungen Leuten, die Spaß an ihrer Musik und dem gesamten Drum herum hatten und sich auch durch die wenigen Leute nicht abhalten ließen, mächtig Gas in die Dudelsäcke zu drücken. Schaut mal vorbei oder hört rein.
Anschließend kamen dann die Bleeding Hearts zum Zuge. Zwei Sets gekonnte Mischung aus Gitarren-Punk und Fiddle-Folk. Sie selbst nennen Ihre Musik Fiddlepunkinrocknrollrebellion, was auch kaum schöner zu umschreiben ist. In ihrer sympathischen und professionellen Art spielten auch sie die Zuschauer heiß. Die von den LPs bekannten Lieder habe ich fast alle gehört. Eigentlich hat alles gestimmt, der Sound, die Show, die Location. Die Leute im Publikum hatten Spaß und insgesamt war es für die, die den Weg angetreten hatten ein gelungener Abend.
Was dann folgte hat mich persönlich jedoch sehr betroffen gemacht und beschämt. Als wir das 25 km weiter gelegene Hotel (Big Mountain) erreicht hatten (ca. 2.30 Uhr), war dort bereits alles dunkel. Irgendwie sind wir in unser Zimmer gekommen und auch direkt eingeschlafen. Später gab es dann merkwürdige Geräusche im Flur und irgendjemand rüttelte an unserer Tür.
Irgendwann trauten wir uns dann in den Flur zu schauen (draußen vor dem Haus standen aufgereihte Motorräder), dort lagen ein paar Schlafsäcke und darin eingepackt einige Musiker der Bands. Irgendwer, hatte die Zimmerreservierungen verhuddelt. Der Rest übernachtete im Bandbus. Weitere Begleiterscheinungen möchte ich gar nicht ansprechen. Wer auch immer das verbockt hat, sollte sich mehr als nur entschuldigen! An einem Tag im Bus von England und zurück … Wie mag man sich da fühlen.
Ich freue mich auf das in Kürze erscheinende Live-Album und bin gespannt, was von der Energie und Atmosphäre auf CD transportiert werden kann.
Hier nun die Fotos, auf die einige schon gewartet haben.
Bleeding Hearts
Das Interview mit den Bleeding Hearts folgt demnächst.


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