Rückblick: Die Millerntor Brigade auf dem International Solidarity Weekend Düsseldorf
von danielsSamstag, 12. Januar 2008. Das erste Konzert in diesem Jahr steht an. Die Millerntor Brigade und Pól Mac Adaim im AK 47 in Düsseldorf. Ich wohne zwar seit 33 Jahren im Rheinland, aber in Düsseldorf war ich nicht oft weg. Also erst einmal die Homepage aufgerufen und geschaut. Ich war überrascht: Nach eigener Aussage Düsseldorfs Punkrockklupp Nr. 1. Hier spielten schon Turbonegro und Green Day.
Die Freude steigt, ab in die Kiefernstraße, deren Vergangenheit zumindest ein bißchen an die Hafenstraße oder das Schanzenviertel erinnert. Kurz vor halb acht, wir sind da. Bunte Häuser, irgendwo steht ein Bauwagen, ein kleiner Club. Serviert wird unter anderem Guinness aus Flaschen. Der Celtic Supporters Club Düsseldorf hat einen Stand mit CDs und T-Shirts, Buttons und vielem mehr aufgebaut. Für den guten Zweck gibt es eine Verlosung, doch dazu später mehr. Der Raum beginnt sich zu füllen.
Gegen 21 Uhr war der Raum voll. Ich schätze mal 200 Leute. Die sechs Musiker der Millerntor Brigade stimmen die Instrumente und dann geht es endlich los. Irish Rebel Songs: Die Stimmung steigt mit jedem Lied. Neben vielen bekannten Songs irischer Herkunft, wie Foggy Dew oder Rising of the Moon, gab es auch einige unbekanntere Songs.
Ein kurioses Highlight war sicherlich das Einheitsfrontlied von Berthold Brecht. Nach zwei runden Zugaben und einer Wiederholung am Ende hieß es dann Abschied nehmen: “Wir können nicht mehr … (Stücke)”.
Auch wenn nicht immer alles musikalisch 100%ig war, hat es riesen Spaß gemacht. Sollten Sie mal in Eurer Nähe sein, geht hin. Vielleicht war das grade der Charme.
Das komplette Set:
- The foggy dew
- Rock on Rockall
- Viva la Quinta Brigada
- Bella Ciao
- The fans of St. Pauli
- Celtic symphony
- Back home in Derry
- The legend
- No time for love
- Arbeitereinheitsfront
- Black and Tans
- Bloody sunday
- The rising of the moon
- Fields of Athenry
- The men behind the wire
- Boys of the old brigade/Sean Sabhat
- Go on home
- Celtic symphony
Pól Mac Adaim ging danach leider ein wenig unter. Ich muß gestehen, dass ich selbst auch in einige Gespräche verstrickt war und die Aufmerksamkeit nachließ.
Bei allem Spaß, der dabei war, hatte das Wochenende aber einen ernsten Hintergrund. Der CSC unterstützt mit seinen Aktionen eine Ex-Gefangenenorganisation in Belfast und versucht in diesem Jahr einer Gruppe Palästinenser die Teilnahme am Belfaster Turnier im Rahmen des Belfast Festivals zu ermöglichen.
Während des Konzertes gab es eine tolle Tombola mit CDs und Merchandising Artikeln sowie einer von irischen Gefangen aus Castlerae handgefertigten Bodhrán.
Folk On CSC!

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