Neck – Irish Psycho Ceilidh Rock aus London
von Tica
Auf Festivals rund um den Erdball herum gerne gesehen, brechen die sympathischen „Irish Psycho Ceilidh-Rockers” von Neck regelmäßig aus London auf, um neue Fans zu gewinnen.
Sechs Jahre „voll wilder Tourerei” haben sie nun schon hinter sich, schreibt die Band rund um Sänger Leeson O’Keeffe. Als einziges festes Mitglied von Neck ist er auch Songschreiber, Gitarrist und bringt die Saiten am Banjo zum Schwingen. Und wenn einer weiß, was guter Psycho-Ceilidh Rock ist, muss dieser Mann es wissen: Nicht nur spielte und trällerte er schon bei Shane MacGowan & The Popes im Background, sondern war auch Gastmusiker bei Alabama 3. Auf Festivals rund um den Erdball herum gerne gesehen, brechen die sympathischen „Irish Psycho Ceilidh-Rockers” von Neck regelmäßig aus London auf, um neue Fans zu gewinnen. Gigs von Moskau bis Texas weisen sie vor, darunter drei Mal das Punk&Disorderly in Berlin, das Paaspap in Holland und nun ist ihre „rowdy-hafte” Show das fünfte Mal auf der Bühne beim Glastonbury-Festival in den UK zu bewundern.
Die US-amerikanischen Straßen hat ihr Bandbus bereits zu sechs Touren befahren und Europa, Irland und das Vereinigte Königreich wurden mit „unzähligen” Gigs bereichert. Die anti-rassistische Single „Everybody’s Welcome to the Hooley!” kam bis in die Top 100 der UK Charts und der UK Indie Charts. Auf der Compilation des Belfast Set Motion Picture Films „With or Without you” sind sie mit zwei Tracks vertreten, darunter „The Ferry Fare”. Von ihrem ersten Album „Here’s Mud In Yer Eye! A Psycho-Ceilidh Retrospective” (Hibernian Records, 2004) war ein Radiosender, bzw. ein E-Zine, das sich dem Irish-Punk verpflichtet hatte, so begeistert, dass es sich gleich nach Neck’s Lied „Shite&Onion” benannte. Vielleicht auch als ein kleines Dankeschön für den intensiven Kontakt, den die Band zu ihren Fans sucht.
Denn nicht nur wird in allen möglichen Artikeln über Neck immer wieder erwähnt, mit welchen Live-Qualitäten die Musiker bezüglich ihres Publikumkontakts sich schmücken können, sondern auch kleine Gesten wie Geburtstagsgrüße auf ihrer Myspace-Seite überzeugen den eingefleischten Fan. Überhaupt scheint die Band intensiv und gerne auch soziale Kontakte mit ihren Mitmusikern zu pflegen, wie sie durch ihre Touren, Supports und Auftritte mit den Stiff Little Fingers, Undertones, Dubliners, Misfits, Dropkick Murphys und Flogging Molly gezeigt haben. Gerade jedoch hinsichtlich des Vergleich mit den letzten beiden Bands scheiden sich die Geister: Die einen finden sie punkiger, die anderen folkiger als die Murphys oder die Mollys. ‚Back on the tracks’ aus den USA beschreibt sie ganz einfach so: Wären The Clash in Emerald Isle geboren, hätten sie wahrscheinlich so wie Neck geklungen. Am Gelungensten und nebenbei am Kreativsten definiert die Band selber ihren Stil:
Die Nebeneinanderstellung der umherwirbelnden Hemmungslosigkeit traditioneller irischer Musik mit Fiedel, Blechflöte, Banjo sowie irischem Dudelsack, mit der mitreißenden Energie einer hingebungsvollen Punkband. Ob an diesem Erguss aus der digitalen Feder ihre von ihnen selbst aufgezählten Einflüsse Guinness, Jameson, Jägermeister und dem ‘irren’ holländischem Wilde-Kirsche – Bier-Mist schuld waren? Vielleicht findet sich die Antwort auf ihrem zweiten Album „Sod’em & Begorrah” (Hibernian Records, 2005).

Fotogalerie
Fotos: Martin Davis


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