Millerntor Brigade
von daniels
Spot an. Sechs nervöse Musiker warten auf den Beginn ihres Sets. Das Knust im Herzen St. Paulis ist mit 700 Leuten picke packe voll. Keiner weiß, was ihn oder sie erwartet – die Musiker/innen auch nicht.
Aber mit der ersten Note, die über die PA geht, ist die Unsicherheit dahin. Das Publikum geht von Beginn an voll mit und trägt die Band durch diesen über eine Stunde dauernden, ersten Gig überhaupt. Als sie die Bühne verlassen ist klar: diese Band zu gründen war eine der besten Ideen überhaupt!
Über die Bandgründung wurde das erste Mal nach der ersten St. Pauli-Celtic Party 2004 nachgedacht. Damals war es nicht mehr als ein Scherz und führte letztlich zu nichts. Nach der zweiten Party 2005 wurde es realer. Celtic, Irland und die Musik. Sie woll(t)en diese Musik spielen, einen Schuss St. Pauli hinzufügen und ab auf diese Bühne. So fanden sechs Musiker zusammen, übten jede Woche im AFM-Container am Millerntor und erarbeiteten ein erstes Repertoire.
Bis zur St. Pauli-Celtic Party 2006 wussten nur sehr wenige, wer oder was die Millerntor Brigade war und was von dieser Band zu erwarten wäre. Nach der Party war klar, dass das noch nicht alles glänzendes Gold war, aber St. Pauli nun seine eigene Rebel Band hatte! Ein spezieller Gig im Jolly Roger folgte kurz nach der Party, besucht u.a. von einigen Freunden aus Irland.

Anschließend hatte die Band einen ersten herben Verlust zu beklagen: Andi (Gitarre, Gesang) ging für längere Zeit nach Polen, um sein Studium dort voran zu treiben. Aber jeder Verlust ist auch eine Chance. Mit dem neuen ständigen Mitglied Lutz wurde weit mehr als nur ein Ersatz gefunden.
Sie sind wieder bereit, die Pubs und Säle dieser Welt zu rocken. Hoffentlich gibt es ausreichend Gelegenheit!
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