Acoustic Revolution
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CD Release Party – The Krusty Moors in Leverkusen

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The Krusty Moors in LeverkusenFreitag Abend, 26.10.2007. Um kurz nach 20 Uhr ist das Brauhaus Boden, gutbürgerliche Kneipe in Leverkusen Bürrig, noch relativ dünn besucht. Nichts weist darauf hin, dass hier in gut einer Stunde ein Konzert der Krusty Moors stattfinden soll.

Nichts? Nicht ganz. Am Eingang muss man sich an einer Kasse vorbeidrängen und Getränkemarken kaufen. Und im hinteren freigeräumten Teil bauen ein paar Jungs eine Anlage auf. Ruhig, nicht hektisch. Hektisch ist eher Manni, der Wirt. Er sieht eher gestresst aus, ist es doch das erste Mal, dass er in seinen Räumen ein Konzert veranstaltet. Doch noch ist nichts von dem kommenden Highlight (und das wird es) zu spüren. Die bisher anwesenden Besucher sitzen mehr oder weniger gezwungen an den Tischen, einige essen noch was. Beim Ruf „Alle unter 40 raus!“ käme wohl wenig Bewegung in den Raum. Daniel, dem Maestro unserer Seite mit dem ich mich für heute Abend verabredet habe, ist schon da und steht Guinnes trinkend an der Theke. Er erzählt mir, dass er mit Manni den hinteren Teil der Kneipe ausgeräumt hat, so dass tatsächlich ein kleiner Konzertraum entstanden ist. Aber es ist ein Kneipenkonzert. Keine Bühne, keine Lightshow. Manni ist in der Tat nervös, waren die Moors doch für 18 Uhr angekündigt und sind dann auch schon um 19 Uhr 30 eingelaufen. Aber in der Ruhe liegt die Kraft.

Es ist kurz vor 21 Uhr und die Moors spielen ein Stück um die Anlage zu testen. Dann gehen sie noch einmal zurück zu ihrem Tisch, trinken ein Bier, essen noch eine Kleinigkeit. Das Publikum, mittlerweile sind es so an die 50 Leute ist etwas verwirrt, Manni auch. Doch 20 Minuten später geht es dann los. Einige haben sich tatsächlich in den „Konzertraum“ gewagt, andere kleben auf ihren Bänken oder den Stehtischen fest. Der Altersschnitt ist etwas nach unten gegangen, ist doch noch ein Trupp jüngerer Besucher eingefallen. Doch die entern sofort einen der großen Tische und werden diesen den ganzen Abend nicht mehr verlassen, obwohl sie durchaus mit der Musik mitgehen. Doch das stört weder die Moors noch die Anderen im Konzertraum.

Das Konzert war angekündigt als CD Release Party: und die wurde es, obwohl Chris nicht dabei war und von Jimmy am E-Bass vertreten wurde. (nicht umsonst ist die CD bei uns der CD Tipp 11/07 ) Die Band spielte drei lange Sets. Und es gab nicht nur die Songs der neuen CD „Rats Fats“ zu hören, sondern auch die prima Sachen von „The Krusty Moors“ und „All Kranked up“. Daneben noch einige Traditionals und Covers. Hört sich viel an? War es auch. Und jetzt können sich alle grämen, die nicht da gewesen sind. Als der letzte Ton der Zugabe verklungen war, zeigte die Uhr 1:10. Das ist kein Tippfehler. Die Moors hatten fast vier Stunden gespielt und das war noch nicht das Ende. Doch davon gleich mehr.

In den Pausen zwischen den Sets gings zum Auftanken an die Theke und die, die sich trauten, kamen auch ziemlich schnell mit den netten Jungs aus Karlsruhe ins Gespräch. Da war es dann schon fast schade, dass das nächste Set anstand. Aber die Musik machte alles wett. Vom ersten bis zum letzten Ton merkte man der Band an, dass sie wirklich Lust hatten eine schöne Zeit zu haben. Auch wenn das Leverkusener Publikum anfangs noch nicht so recht mitwollte, spätestens nach dem ersten Set hatte es alle gepackt. Es machte Spaß mit der Band durch die einzelnen Songs zu gehen, mitzuklatschen und… nein, getanzt hat, glaube ich, niemand. Aber alle hatten Spaß. Selbst Manni machte einen entspannteren Eindruck, waren doch gegen 22 Uhr immerhin ca. 75-80 Besucher da. Aber es hätten noch mehr reingepasst!! Und alle, die da waren, sind bestimmt gut gelaunt wieder gegangen.

Eigentlich wollte ich keinen Song einzeln nennen, tue es nun doch, da eine Besucherin nach dem Lied hauchte „war das schön“. Und das war es auch. Wie schon „Rich at Heart“ auf der CD „All Kranked up“ gibt es auch auf „Rats Fats“ wieder ein langsames, leicht melancholisches, wunderschönes Lied: „King of Ireland“. Ihr findet den Text bei uns. Oli erzählte mir in einer Pause, dass der Song eher zufällig im Probenraum entstanden ist. Danke für diesen Zufall.

Und wie ist es nach der Zugabe weiter gegangen? Wahrscheinlich werdet ihr es nicht glauben. Nach einer Pause an der Theke ließ sich die Hälfte der noch anwesenden an einem von Mannis großen Tischen nieder. Darunter ein weiblicher Fan, der schon bei der Zugabe „Dirty Old Town“ hören wollte. Das blieb ohne Reaktion bei der Band. Als Scruffy an den Tisch kam, bat sie ihn wieder, das zu spielen. Doch Scruffy meinte, er habe das schon 12000mal gespielt und echt keinen Bock mehr drauf. Er würde ihr was anderes spielen, nahm seine Gitarre und es begann der 2. Teil des Abend, diesmal unplugged. Zuerst spielte Scruffy alleine mit der Gitarre, doch dann juckte es auch noch Electro-Daniel in den Fingern und er kam mit seiner (nein, nicht der elektrischen) akustischen Geige und begleitete Scruffy. Sie spielten ein Lied nach dem anderen. Und dass sie echte Gentleman sind, bewiesen sie auch. Sie gaben dem Drängen des Fans nach und spielten doch noch „Dirty Old Town“. Leider musste der Berichterstatter so gegen 2:30 Uhr gehen. Es passte kein Bier mehr rein, der Tag hatte bis dahin über 20 Stunden und der Heimweg war noch lang.

Alle die dieses Konzert verpasst haben, können sich ärgern. Konzerte mit den Moors sind Party, gute Laune und tolle Musik. Daher noch mal vielen Dank Jungs, dass ihr in Leverkusen Halt gemacht habt. Ich hoffe, es hat euch auch gefallen.

Slán Snik


Fotos: daniels

Autor/in: 23 Beiträge |

3 Kommentare
  1. daniels sagt:

    Hi Snik, danke für den Bericht! War echt ein geiler Abend und das Flugzeug habe ich auch noch bekommen :-) Vielleicht melden sich die Krustys ja auch mal hier? :-)

  2. Christian sagt:

    Toller Bericht! Weiss nun, was wir alles verpaßt haben. Leider fahren die letzten richtigen Züge in Leverkusen schon kurz nach 0.00 Uhr :( Na, vielleicht nächstes mal doch länger :)

    Christian

  3. Marion sagt:

    Toller Bericht für ein tolles Konzert! Freue mich auf ein neues Konzert bei Manni – hoffentlich mal wieder mit den Krusty Moores.

    Marion

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