Shamrock Castle 2012
Shamrock Castle 2012

The Pogues

von

Jeder kennt sie und jeder zitiert sie. Viele spielen ihre Lieder. Häufig rühmen sich Bands in ihrer Tradition zu stehen. Ich habe die Pogues in den frühen 90ern einmal live mit Joe Strummer gesehen. Eine prägende Erinnerung…

Wollen wir doch mal sehn, was eine emotionslose Enzyklopädie daraus macht.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

The Pogues waren die Begründer und populärste Band des irischen Folk-Punk der achtziger Jahre.

Biografie


The Pogues 2004 in London

Die Band wurde 1981 in London als The New Republicans von Shane MacGowan und Peter „Spider“ Stacy gegründet.

1982 stieß der Pianist James Fearnley dazu, der mit dem Akkordeon der Band ihren ganz besonderen Stil gab. Im selben Jahr fanden die Mitglieder mit „Pogue Mahone“ (anglisierte Version von Irisch-GälischPóg mo thóin, „Küss meinen Arsch“) einen neuen Namen. Nur kurze Zeit später stießen Cait O’Riordan als Bassistin und Jem Finer (Banjo) zur Band. 1983 kam Andrew Ranken als neuer Schlagzeuger dazu.

1984 erschien die erste Single Dark Streets of London. Radiostationen weigerten sich, die Single zu spielen, da der Bandname zu anrüchig war. Die Band erlangte trotzdem schon eine gewisse regionale Bekanntheit durch Konzerte in Pubs und Bars und als Vorband für The Clash. Im gleichen Jahr erschien bei Stiff Records die erste LP Red Roses for Me. Auf Druck der Plattenfirma wurde der Name der Band in The Pogues geändert. Die LP ist eine Mischung aus Arrangements eigener und irischer Volkslieder.

Ein Jahr später schafften The Pogues den großen Sprung. Der Gitarrist Phil Chevron stieg in die Band ein und Elvis Costello produzierte sie. Die Platte Rum, Sodomy and the Lash enthält mit der Coverversion Dirty Old Town eines ihrer bekanntesten Lieder. Außerdem enthält die Platte eine Version des bekannten Liedes And the Band Played Waltzing Matilda von Eric Bogle.

1988 erschien das dritte Pogues Album If I Should Fall from Grace with God, produziert von Steve Lillywhite. Dieses Album wurde der größte kommerzielle Erfolg der Band, es erreichte Rang 3 in den englischen Charts. Zudem erreichte der Song Fairytale of New York, eine gemeinsame Produktion mit Kirsty MacColl, Rang 2 in der Hitliste. Noch im gleichen Jahr erschien die EP Yeah, Yeah, Yeah, Yeah. Auf dieser Platte coverten die Pogues den Rolling-Stones-Klassiker Honky Tonk Woman. An die Charterfolge schlossen sich weltweite Konzert-Tourneen an, in den USA traten sie als Vorband von U2 auf, in Irland spielten sie gemeinsam mit den Dubliners.

Das langsame Ende der Pogues nahte mit dem Erscheinen der Platte Hell’s Ditch 1990, die weder Kritiker noch Fans überzeugen konnte. Während eines Konzertes in Tokio brach Sänger Shane MacGowan zusammen, eine Folge des jahrelangen Alkohol- und sonstigen Drogenkonsums. Daraufhin wurde er aus der Band geworfen. Joe Strummer, der Produzent und Ex-Sänger von The Clash wurde von den Fans als Ersatz für MacGowan nicht angenommen und bei Konzerten ausgebuht. Daraufhin übernahm Peter „Spider“ Stacy das Mikro, doch die Band konnte nicht an alte Erfolge anknüpfen.

Das 1993 erschienene Album „Waiting for Herb“ konnte die Kritiker ebenfalls nur bedingt überzeugen. Die ausgekoppelte Single „Tuesday Morning“ schaffte es noch einmal kurzfristig in die Top Ten der Charts, doch auch wenn die Band nach allgemeiner Ansicht zeigte, dass sie ohne Shane MacGowan funktionierte, so konnte sie den Verlust von MacGowan insbesondere als Songwriter insgesamt nicht kompensieren.

1995 erschien das letzte Album Pogue Mahone, das trotz einiger gut ausgesuchter Gastmusiker, wie Jon Sevink von The Levellers an der Fiddle, nicht die Qualität der älteren Werke erreichte. Ein Jahr später lösten sich The Pogues auf.

Sänger Shane MacGowan veröffentlichte weitere Alben mit seiner Band Shane MacGowan And The Popes.

Ende Dezember 2001 sowie 2004 fanden einige Wiedervereinigungskonzerte in Großbritannien und Irland statt. 2005 gingen die Pogues auf kurze Japan-Tour und spielten beim Azkena Rockfestival in Spanien. Im Dezember 2005 fand eine erneute Konzertreihe in Großbritannien und Irland statt, diesmal mit Shane McGowan. Im Frühjahr 2006 tourten die Pogues an der Ostküste der USA, ferner gab es im Verlauf des Jahres kurze Touren in Japan und an der Westküste der USA, sowie die mittlerweile traditionelle Dezembertournee durch das Vereinigte Königreich und Irland. Nach vielen Jahren sind sie 2010 auch wieder in Deutschland unterwegs.

Diskografie

Chartplatzierungen Erklärung der Daten
Alben
Rum, Sodomy and the Lash
UK13xx.xx.1985(… Wo.)


If I Should Fall from Grace with God
CH921.02.1988(8 Wo.)
UK3xx.xx.1988(… Wo.)
Peace and Love
CH1713.08.1989(6 Wo.)
UK5xx.xx.1989(… Wo.)
Hell’s Ditch
CH3328.10.1990(3 Wo.)
UK12xx.xx.1990(… Wo.)
The Best of The Pogues
CH2503.11.1991(6 Wo.)
UK11xx.xx.1991(… Wo.)
Waiting for Herb
DE32xx.xx.1993(… Wo.)
AT3026.09.1993(5 Wo.)
CH2926.09.1993(3 Wo.)
UK20xx.xx.1993(… Wo.)
Pogue Mahone
AT3812.11.1995(1 Wo.)
The Very Best of
UK18xx.xx.2001(… Wo.)
Ultimate Collection
UK15xx.xx.2005(… Wo.)
EPs
Poguetry In Motion
UK29xx.xx.1986(… Wo.)
Singles
The Irish Rover (with The Dubliners)
UK8xx.xx.1987(… Wo.)
Fairytale of New York (Featuring Kirsty MacColl)
UK2xx.xx.1987(… Wo.)
Fiesta
UK24xx.xx.1988(… Wo.)
Fairytale of New York (Featuring Kirsty MacColl) (Re-Issue)
UK36xx.xx.1991(… Wo.)
Tuesday Morning
UK18xx.xx.1993(… Wo.)
Fairytale of New York (Featuring Kirsty MacColl) (Re-Issue)
UK3xx.xx.2005(… Wo.)

Alben

  • 1984 – Red Roses for Me
  • 1985 – Rum, Sodomy and the Lash
  • 1988 – If I Should Fall from Grace with God
  • 1989 – Peace and Love
  • 1990 – Hell’s Ditch
  • 1993 – Waiting for Herb
  • 1995 – Pogue Mahone

EPs

  • 1986 – Poguetry in Motion

  • 1988 – Yeah, Yeah, Yeah, Yeah

Kompilationen

  • 1991 – The Best of The Pogues
  • 1991 – Essential Pogues (US)
  • 1992 – The Rest of the Best
  • 2001 – The Very Best of The Pogues
  • 2005 – The Ultimate Collection (Inklusive Live-CD)
  • 2008 – Just Look Them Straight In The Eye And Say Pogue Mahone (5 CD Box-Set mit Seltenem und Unveröffentlichtem)

Weblinks

Version vom 30. September 2010

Über daniels

Begründer von celtic-rock.de im Sommer 2007.

Im Rahmen der Website übernehme ich zahlreiche Tätigkeiten. Neben den redaktionellen Tätigkeiten sind dies insbesondere technische Administration, Design und Kampagnenoranisation auf Myspace, Twitter und Co. sowie die Radiostation.

Neue Medien beschäftigen mich seit vielen Jahren auch beruflich und die Verbindung mit Musik erscheint mir als besondere Herausforderung.

Aufgewachsen bin ich mit den Pogues und das Konzert in Gießen mit Joe Strummer (1988) zählte zu den Highlights meiner Konzertbiographie. Wieder erweckt wurde die Liebe zu Musik mit keltischen Klängen beim Besuch des Festivals Interceltique de Lorient 2005.

Autor/in: 380 Beiträge | » Website» facebook» twitter» myspace» youtube

Alle Artikel von daniels

4 Kommentare
  1. Matthes sagt:

    Ach Mensch, die Pogues. Haben die uns nicht alle geprägt? Wer auf dieser Seite das behauptet, der lügt doch. Ich hatte das Vergnügen, die 1988 in der Grugahalle Essen live zu erleben, das war ein Highlight. Ok, eine Vorband namens “Fury in the Slaughterhouse” wurde ziemlich ausgepfiffen, aber die konnten da nun auch zugegebenermaßen nicht gewinnen, da halt fehl am Platz. Schon beim Bizarre-Festival am 09.07.1988 haben die den Abend gerettet. Da habe ich sie kennengelernt und sie mich nicht mehr losgelassen. Ich habe sie mittlerweile ein wenig aus den Augen verloren, liegt auch daran, dass sie nicht mehr so viel unterwegs sind in unserer Region. Aber sie bleiben unvergessen. Ich bleibe gewogen und in ewiger Verneigung.

  2. Funkfuzzi sagt:

    Für mich sind die Pogues definitiv auch die Größten. Die frühen Sachen von der puren und rauhen Schönheit, die “If I should fall” als die vielleicht großartigste und ausgefeilteste Platte mit den meisten Klassikern, aber auch die Zeit mit Joe und Spider am Mikro…und die Renaissance seit 2001 ! Ich glaube, das Konzert am 21.12.01 in der Brixton Academy war wohl mit das Unglaublichste, was ich in Konzerthallen erlebt habe !

    Christy ist super ! Die Dubs sind Legenden ! Aber “there’s only one Shane MacGowan”…und der ist auch am besten mit Terry, Jem, Philip, Spider, Andrew, James und Darryl auf der Bühne…

    Tooraloo !

  3. Ganz klar, ohne die Pogues gäbe es uns nicht. Sie sind die Urväter dieser Szene/ des Genres und Shane MacGowan ist unangefochten der Meister. Als Shane MacGowan aus der Band gekickt wurde oder verlassen hat (Ansichtssache), haben wir uns gegründet. Selbst letztes Jahr in London waren sie immer noch großartig. Es gibt übrigens eine tolle Biografie, die ich jedem Pogues Fan empfehlen möchte. Maze

  4. Funkfuzzi sagt:

    genauso wie dieser kurze clip hier sehr sehenswert ist !!!

    http://youtube.com/watch?v=R5LbFmlG5d4

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

 

Zum Anfang springen 

Copyright © 2007 - 2012 celtic rock music | Kontakt / Impressum